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Cyberattacke in ArgentinienPassnummern und Geburtsdaten von 11’000 Schweizern veröffentlicht

Hacker haben Daten der Einwanderungsbehörde von Argentinien ins Darknet gestellt. Betroffen sind Personen, die zwischen Januar und Mitte März ein- oder ausgereist sind.

Passkontrolle am Flughafen Zürich.
Passkontrolle am Flughafen Zürich.
Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Nach einer Cyberattacke sind die Passdaten von rund 11’000 Schweizerinnen und Schweizern im Darknet gelandet, berichten Radio SRF und der Bayrische Rundfunk. Es handelt sich um Dateien der Einwanderungsbehörde von Argentinien, die nach einem gescheiterten Erpressungsversuch veröffentlicht wurden. Betroffen sind Personen, die zwischen Januar und Mitte März in Argentinien waren. Auch persönliche Daten von Reisenden aus Deutschland, Frankreich, Israel, Kanada und Argentinien wurden veröffentlicht.

Das Schweizer Aussendepartement EDA habe Kenntnis vom Angriff und stehe mit den lokalen Behörden in Argentinien in Kontakt, berichtet ein Journalist des Bayrischen Rundfunks. Unter den veröffentlichten Informationen seien Namen, Geburtsdaten, Passnummern und das Reiseziel zu finden. Diese könnten von Kriminiellen zum Identitätsdiebstahl missbraucht werden.

Der Angriff erfolgte am 27. August mittels der Erpresser-Software Netwalker. Anschliessend sollen die Angreifer ein Lösegeld in der Höhe von vier Millionen Dollar für die Freigabe der Daten gefordert haben. Als die Einwanderungsbehörde nicht darauf einging, veröffentlichten die Hacker die Dateien am 10. September im Darknet.

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17 Kommentare
    Denise Meier

    Die Kommentarschreiber, die hier nichts „Schlimmes“ sehen, sollten sich fragen, warum die Daten wohl im Darknet gelandet sind? Dort kann jeder die gestohlene Identität kaufen und z. B. locker irgendwo einreisen und kriminelle Taten begehen. Viel Spass dann, wenn man deshalb unschuldig verhaftet wird.