Zum Hauptinhalt springen

Wir basteln einen Molotowcocktail

Eine Kinderzeitschrift in Tunesien erklärt den jungen Lesern, wie ein Molotowcocktail gebaut wird.

Brennendes Wurfgeschoss im Kindermagazin. (Foto: Facebook)
Brennendes Wurfgeschoss im Kindermagazin. (Foto: Facebook)

Ein Artikel über die Geschichte des Molotowcocktails inklusive einer genauen Bauanleitung hat für die tunesische Kinderzeitschrift «Regenbogen» ein juristisches Nachspiel: Das Frauen- und Familienministerium reichte Klage gegen die Zeitschrift ein.

Das Ministerium argumentierte, der Artikel gefährde nicht nur das Leben von Kindern, sondern animiere zum «Gebrauch von Brandsätzen bei zerstörerischen oder terroristischen Akten», wie die Nachrichtenagentur TAP am Montagabend berichtete. In der Septemberausgabe der Kinderzeitschrift hatte die Redaktion in ihrer Rubrik «Garten des Wissens» die Zeichnung einer brennenden Flasche veröffentlicht. Dazu wurde erklärt, dass sie ihren Namen finnischen Soldaten verdanke, die sie während des Zweiten Weltkriegs in Anlehnung an den damaligen sowjetischen Aussenminister Wjatscheslaw Molotow so getauft hätten.

Nach einer ausführlichen Beschreibung, woraus der Brandsatz besteht und wie er funktioniert, heisst es in dem Artikel weiter: «Die brennende Flasche wird anschliessend gegen ein bestimmtes Ziel geschleudert, sie zerbricht und setzt es in Brand.»

In Tunesien werden Molotowcocktails häufig bei gewaltsamen Protesten eingesetzt, so auch Mitte September während eines Angriffs auf die US-Botschaft in der Hauptstadt Tunis. (SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch