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Zidanes Kopfstoss in Bronze

Vor dem Centre Pompidou in Paris steht eine Skulptur, die den Kopfstoss des französischen Fussballers Zidane gegen den Italiener Materazzi zeigt. Der Ausstellungsleiter sieht sie als «Ode an die Niederlage».

Für den Kopfstoss sah Zidane an den Weltmeisterschaften von 2006 die rote Karte: Die Skulptur vor dem Centre Pompidou in Paris. (26. September 2012)
Für den Kopfstoss sah Zidane an den Weltmeisterschaften von 2006 die rote Karte: Die Skulptur vor dem Centre Pompidou in Paris. (26. September 2012)
AFP

Für seinen Kopfstoss gegen den Italiener Marco Materazzi im Finale der Fussball-WM 2006 sah Zinedine Zidane die rote Karte – eine mehr als fünf Meter hohe Skulptur erinnert jetzt in Paris an den berühmt gewordenen Ausraster des französischen Ballkünstlers. Die tonnenschwere Bronzeskulptur «Kopfstoss» des algerischstämmigen Künstlers Adel Abdessemed wurde vor dem Museum Centre Pompidou in der Pariser Innenstadt aufgestellt und zog zahlreiche Neugierige an.

Der damalige Kapitän der französischen Nationalmannschaft hatte sich bei dem Finalspiel in Berlin in der Verlängerung von Materazzi provozieren lassen und dem italienischen Abwehrspieler seinen Kopf in die Brust gerammt. Zidane wurde des Feldes verwiesen, Italien gewann das Spiel schliesslich im Elfmeterschiessen. Der dreifache Weltfussballer des Jahres, der sein Land 1998 zur Weltmeisterschaft und 2000 zum EM-Sieg geführt hatte, beendete nach dem Finale seine Fussballerkarriere. Inzwischen arbeitet er als Berater für seinen letzten Verein Real Madrid.

«Eine Ode an die Niederlage»

Kommende Woche wird im Centre Pompidou eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Abdessemed eröffnet, die bis Januar läuft. Solange ist auch die Bronzeskulptur im Freien zu sehen, die den Moment zeigt, in dem Zidane Materazzi den Kopfstoss verpasst. Ausstellungsleiter Philippe Alain Michaud sagte, die Skulptur sei «eine Ode an die Niederlage». «Diese Statue geht gegen die Tradition, Statuen zu Ehren von Siegen zu errichten.»

AFP/mw

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