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Zementstaub verriet Kindermörder

Ein italienischer Kindermörder konnte nach jahrelanger Fahndung verhaftet werden. Durch einen Trick kam die Polizei an die DNA des Verdächtigen.

Zu 99,99999987 Prozent stimme das Erbgut mit den Spuren auf der Kleidung des getöteten Mädchens überein: Der gefasste Kindermörder (hinten) wird von der Polizei abgeführt. (16. Juni 2014)
Zu 99,99999987 Prozent stimme das Erbgut mit den Spuren auf der Kleidung des getöteten Mädchens überein: Der gefasste Kindermörder (hinten) wird von der Polizei abgeführt. (16. Juni 2014)
Keystone

Nach jahrelanger Suche ist die italienische Polizei einem mutmasslichen Kindermörder mithilfe einer DNA-Analyse auf die Spur gekommen. Ein 43-jähriger Maurer und Vater von drei Kindern wurde gestern unter dem Verdacht festgenommen, 2010 ein 13-jähriges Mädchen brutal getötet zu haben, wie italienische Medien heute berichteten. Ermittler täuschten demnach eine Alkoholkontrolle vor, um an die DNA des Verdächtigen zu kommen. Das Ergebnis lasse keine Zweifel: Zu 99,99999987 Prozent stimme das Erbgut mit den Spuren auf der Kleidung des getöteten Mädchens überein.

Der Fall hatte die Region Bergamo im Norden des Landes lange in Atem gehalten, die Ermittler mussten immer wieder Rückschläge einstecken. Am 26. November 2010 war Yara Gambirasio auf dem Weg zum Gymnastiktraining in einer nur 700 Meter von ihrem Elternhaus entfernten Turnhalle spurlos verschwunden. Rund drei Monate später wurde ihre Leiche nicht weit entfernt in einem Feld gefunden. Sie hatte Stichwunden im Rücken, am Hals und an den Handgelenken, die zwar allesamt nicht tödlich waren, aber im Zusammenspiel mit der Novemberkälte zum Tod führten.

Die Ermittler hatten zwei Anhaltspunkte: Zementstaub auf den Kleidern und am Hals des Kindes und DNA-Spuren am Slip. Ein DNA-Abgleich bei rund 18'000 Menschen in der Region erbrachte nur eine teilweise Übereinstimmung bei einem Busfahrer, der jedoch bereits vor der Tat verstorben war. Weitere Untersuchungen führten die Ermittler zu einer Lebensgefährtin des Busfahrers. Beide hatten ein Kind zusammen. Es handelte sich um den am Montag festgenommenen Mann, dessen Handy zudem am Tattag in der Nähe des Tatorts geortet werden konnte.

AFP/mrs

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