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Wurden Hunderte Kinder mit seinem Sperma gezeugt?

Der vermutlich beabsichtigte Spermatausch in einem Labor in den USA bleibt auch nach der Untersuchung ein Rätsel. Ein inzwischen verstorbener Mitarbeiter ist der biologische Vater von mindestens einem Kind.

Das Ausmass eines eventuell absichtlichen Spermatauschs in einem US-Labor für künstliche Befruchtung bleibt unklar. Eine Untersuchung bringt keine Klarheit darüber, ob ein inzwischen verstorbener Angestellter eigenes Sperma absichtlich einem Paar untergejubelt hat.

Es sei nicht auszuschliessen, dass der Laborangestellte in einem Fall «absichtlich herumpfuschte» und so zum biologischen Vater einer heute 21 Jahre alten Frau wurde, teilte die Universität Utah mit. Die Hochschule publizierte am Donnerstag eine Untersuchung.

1500 Paare könnten betroffen sein

Die Familie und das heute geschlossene Labor hatten im Januar mit dem Fall Schlagzeilen gemacht. Unklar bleibt auch, ob mit dem Sperma des Angestellten allenfalls Dutzende oder gar Hunderte anderer Kinder gezeugt wurden. Zwar sei ein weiterer Verwechslungsfall aufgetaucht, an diesem sei der Mann Untersuchungen zufolge aber nicht beteiligt gewesen, hiess es weiter.

Die Hochschule habe sich entschieden, keinen Kontakt mit den rund 1500 Paaren aufzunehmen, die zur Zeit des Mannes als Angestellter (1988–1993) das Labor aufsuchten. Es sei äusserst kompliziert, die Betroffenen mehr als 20 Jahre später zu kontaktieren.

Untersuchung «unvollständig»

Die Nachricht, dass ihre Kinder möglicherweise Ergebnis eines absichtlichen Tauschs sind, könne die Familien zudem emotional belasten, da die künstliche Befruchtung nicht von allen Eltern thematisiert werde.

Die betroffene Familie bezeichnete die Untersuchung in einer Stellungnahme als «oberflächlich, verzerrt und unvollständig», berichtete die Lokalzeitung «Salt Lake Tribune». Da wichtige Zeugen aus jener Zeit nicht befragt wurden, seien die Ergebnisse «äusserst fragwürdig».

SDA/chk

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