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Witwe des Künstlers Rémy Zaugg erschlagen

Michèle Röthlisberger-Zaugg, die Frau des 2005 verstorbenen Schweizer Künstlers Rémy Zaugg, wurde von der Polizei tot in ihrem Haus im Elsass aufgefunden. Gesucht werden ihre Tochter und der Nachbar.

Der Tod seiner Witwe gibt der Polizei Rätsel auf: Der Künstler Rémy Zaugg. (Archivbild)
Der Tod seiner Witwe gibt der Polizei Rätsel auf: Der Künstler Rémy Zaugg. (Archivbild)
Keystone

Die Witwe des Schweizer Künstlers Rémy Zaugg ist am vergangenen Dienstag in Pfastatt bei Mülhausen in ihrem Haus tot aufgefunden worden. Sie wurde nach Angaben des zuständigen Staatsanwaltes erschlagen. Die Umstände der Tat sind rätselhaft.

Die Polizei fand die Leiche der 69-jährigen Michèle Röthlisberger-Zaugg in einem Nebengebäude auf dem Gelände ihres Anwesens, wie Hervé Robin, Staatsanwalt in Mülhausen, am Donnerstag vor den Medien sagte. Die Frau lebte dort seit dem Tod Rémy Zauggs 2005 allein.

Tochter wird gesucht

Zu den Hintergründen der Tat ermittelt die Polizei. Gesucht werden die Tochter der Verstorbenen sowie ein Nachbar, die beide im Streit mit Röthlisberger-Zaugg gelegen haben sollen. Die Polizei wolle die beiden als Zeugen befragen, hiess es.

Der Nachbar hatte sein Haus Röthlisberger-Zaugg verkauft, lebte aber als Mieter weiterhin im Gebäude. Zu diesem Handel will die Polizei einige Fragen beantwortet haben. Der Aufenthaltsort der Tochter ist laut Staatsanwaltschaft zudem nicht bekannt, seit die Frau im Oktober 2013 aus einer Klinik entlassen worden war.

Schläge mit stumpfem Gegenstand

Die Leiche der Frau wies laut Staatsanwalt Spuren von rund einem Dutzend Schlägen mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf auf. Das habe eine Autopsie ergeben. Eine Vermisstmeldung lag bereits vergangene Woche vor. Ein Gärtner meldete sich bei der Polizei, nachdem er mehrere Tage nichts von Röthlisberger-Zaugg gehört hatte.

Am Gebäude stellte die Polizei keine Anzeichen eines gewaltsamen Eindringens fest. Auch das frühere Atelier des Künstlers Rémy Zaugg, das heute einem Museum gleiche, sei offenbar nicht angetastet worden, sagte der Staatsanwalt. Die Polizei will nun das über 7000 Quadratmeter grosse Anwesen eingehend untersuchen.

Zusammenarbeit mit Schweizer Behörden

Der Staatsanwalt sprach auch von einem möglicherweise grossen Vermögen der Witwe – angesichts der umfangreichen Kunstsammlung. Um über allfällige verdächtige Geldbewegungen Auskunft zu erhalten, stellten die französischen Behörden ein Gesuch an die Schweizer Behörden. Das Opfer wohnte zeitweise auch in Basel.

Rémy Zaugg war unter anderem Maler und Grafiker. In Zusammenarbeit mit den Architekten Herzog & de Meuron erstellte er ausserdem auch architektonische Entwürfe. Er starb 2005 im Alter von 62 Jahren.

(SDA)

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