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Wie der Zoll nach Kokain in Weinflaschen sucht

Drogenschmuggler versuchen seit kurzem, Kokain in Weinflaschen aufzulösen.Westschweizer Forscher haben nun eine Methode gefunden, wie man die Flaschen untersuchen kann, ohne sie zu öffnen.

Nicht mehr nötig: Der Zoll kann Weinflaschen auf Kokain untersuchen, ohne sie zu öffnen.
Nicht mehr nötig: Der Zoll kann Weinflaschen auf Kokain untersuchen, ohne sie zu öffnen.
AFP

Eine neue Idee von Drogenschmugglern ist es, Kokain in Weinflaschen aufzulösen. Das stellt Zollbeamte vor Probleme: Sie können nicht jede einzelne Flasche öffnen oder wertvolle Fracht beschädigen.

Mittels eines Magnetresonanztomografie-Geräts gelang es dem Team um Giulio Gambarota von der ETH Lausanne, in Wein gelöstes Kokain nachzuweisen, ohne die Flasche zu öffnen. Tomografen werden normalerweise in der Medizin benutzt, um Gewebe und Organe im Körper zu untersuchen.

Metallkappen auf der Flasche erschweren die Erkennung

Das Gerät regt Protonen im gelösten Kokain zu Schwingungen an, die sich deutlich von jenen des Ethanols oder anderer Inhaltsstoffe des Weins unterscheiden, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin «Drug Testing and Analysis» berichten. Die ganze Untersuchung dauert nur eine Minute.

Für Gambarota und seine Kollegen ist die Tomografie deshalb «die Technik der Wahl», um verdächtige Fracht zu untersuchen. Allerdings würden gut ausgebildete Mitarbeiter benötigt, um sicherzustellen, dass die Analyse richtig erfolge. Metallkappen auf der Flasche oder Packmaterial könnten die Erkennung erschweren.

SDA/pbe

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