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Wein aus dem Elysée-Palast spült über 700'000 Euro in die Staatskasse

Die französische Präsidentschaft kann sich nach der Versteigerung von Weinen über Einnahmen in Höhe von 718'800 Euro freuen. Der teuerste Tropfen brachte dreimal mehr ein als erwartet.

Es sei nicht mehr tragbar, Flaschen für 2000 bis 3000 Euro aufzutischen, sagt die Chef-Somelière: Einige der edlen Tropfen vor der Versteigerung. (28. Mai 2013)
Es sei nicht mehr tragbar, Flaschen für 2000 bis 3000 Euro aufzutischen, sagt die Chef-Somelière: Einige der edlen Tropfen vor der Versteigerung. (28. Mai 2013)
Keystone

Die etwa 1200 am Donnerstag und Freitag verkauften Flaschen aus französischem Staatsbesitz, unter denen auch Cognac und Champagner waren, brachten mit 718'800 Euro etwa doppelt so viel ein wie erwartet. Der teuerste Wein war ein Pétrus aus dem Jahr 1990, der für 7625 Euro den Besitzer wechselte, obwohl er nur auf 2500 Euro geschätzt worden war.

Insgesamt brachte der Elysée-Palast ein Zehntel seiner rund 12'000 Flaschen unter den Hammer. Schon am Donnerstag, dem ersten Tag der Auktion im renommierten Pariser Auktionshaus Drouot, übertraf das Ergebnis mit 295'663 Euro die anvisierte Zielmarke von 250'000 Euro.

Die Käufer kamen aus allen Teilen der Welt nach Paris, unter anderem auch aus China. Die Flaschen, die in einem Keller am Stadtrand gelagert werden, wurden nicht direkt vorgeführt, sondern nur per Foto präsentiert.

Kritik: Ausverkauf des Kulturguts

Die Auktion war im Vorfeld teilweise als Ausverkauf des Kulturguts des Landes kritisiert worden. Laut Drouot soll mit einem Teil des Verkaufserlös die Anschaffung neuer, günstigerer Weine finanziert werden, während der Rest in den Staatskoffer fliesst.

Der Elysée-Palast gibt jährlich 150'000 Euro für Wein aus. Die Chef-Sommelière Virginie Routis erklärte jedoch vor der Versteigerung, es sei heute nicht mehr tragbar, Flaschen für 2000 bis 3000 Euro auf den Tisch zu bringen.

AFP/chk/rub

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