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Warme Temperaturen lassen den Schnee schmelzen

Die heftigen Regenfälle der letzten Tage haben Bäche, Flüsse und Seen vor allem im Kanton Bern anschwellen lassen. Ein weiterer Faktor, der die Hochwassergefahr beeinflusst, ist die Schneeschmelze, die bei den aktuell sehr warmen Temperaturen im Gang ist.

Unterhalb von 2500 Metern liegen nach dem eher trockenen Winter unterdurchschnittliche Schneemengen, wie Nena Griessinger vom Operationellen Schneehydrologischen Dienst (OSHD) vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF am Montag auf Anfrage sagte. Die Schneelagengrenze befindet sich aktuell zwischen 1700 bis 1900 Metern, was für diese Jahreszeit eher ungewöhnlich hoch ist.

Oberhalb von 2500 Metern liegen in den Bergen derzeit noch rund zwei bis zweieinhalb Meter Schnee. Diese Menge entspricht laut dem OSHD dem langjährigen Durchschnitt.

Die Forscher berechnen jeweils auch eine sogenannte Schmelzrate. Sie betrug am Montag laut Griessinger zwischen 20 bis 35 Millimeter, auch das ein typischer Frühlingswert. Diese Millimeterangabe bezeichnet die Höhe der Wasserschicht, die sich beim Schmelzen aus der Schneedecke bildet. Für Dienstag wird eine leicht höhere Schmelzrate erwartet.

Am Montag schmolz im Aareeinzugsgebiet vor allem Schnee im Höhenband von 1700 bis 2800 Meter über Meer.

Die Schneefallgrenze lag am Montag zwischen 2700 und 3000 Meter über Meer, wie Daniel Murer, Meteorologe von Meteoschweiz auf Anfrage sagte.

Hauptverantwortlich für die Hochwassergefahr im Kanton Bern waren die Regenfälle der vergangenen Tage. Die Schneeschmelze sei einer von vielen Faktoren, die die Hochwasserlage mit beeinflussten, wie Bernhard Schudel, Leiter der Abteilung Gewässerregulierung beim kantonalen Amt für Wasser und Abfall, am Montag sagte.

Ein weiterer Faktor sind auch die durchnässten Böden, die kein Wasser mehr aufnehmen können und noch geraume Zeit Wasser abgeben werden.

SDA

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