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Vier Verletzte bei Schlägereien vor YB-FCB-Match

Vor dem Fussballspiel zwischen YB und dem FC Basel ist es zu Ausschreitungen gekommen. Gegen 17 Männer wurden Strafverfahren eröffnet. Auch in Aarau musste die Polizei eingreifen.

In kleinen Gruppen ziehen FCB-Fans aus der Innenstadt ab.
In kleinen Gruppen ziehen FCB-Fans aus der Innenstadt ab.
Jürg Spori
Die Lage ist entspannt.
Die Lage ist entspannt.
Jürg Spori
Die Polizei beobachtet die Lage: Polizei-Patrouille Münstergasse.
Die Polizei beobachtet die Lage: Polizei-Patrouille Münstergasse.
Jürg Spori
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In Aarau und in Bern haben Fussballfans am Samstag die Polizei auf Trab gehalten. In Bern war erneut ein Gastspiel des FC Basel Anlass der Ausschreitungen. Die Polizei hielt 17 junge Männer an. In Aarau musste die Polizei St. Galler und Aarauer Fans trennen. Zwei Männer wurden vorläufig festgenommen.

Die in Bern Festgenommenen waren nach neusten Erkenntnissen 13 YB- und 4 Basler Fans, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag auf Anfrage ergänzte. Ihnen drohen Strafverfahren wegen Raufhandels, Landfriedensbruchs, Hinderung einer Amtshandlung, Widerhandlungen gegen das Sprengstoffgesetz und gegen das Vermummungsverbot.

Gummischrot der Polizei

Die Fans aus Basel und Bern waren am frühen Samstagabend vor Spielbeginn im Breitenrainquartier aneinandergeraten. Die Polizei setzte Gummischrot ein, um die beiden Lager zu trennen. Mehrere Strassen waren gesperrt, der öffentliche Verkehr wurde teils stark behindert.

Das Spiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Basel hatte schon im Vorfeld für Polemik gesorgt. Basler Fans hatten dazu aufgerufen, nicht den Extrazug bis Bern-Wankdorf zu besteigen, sondern in Regelzügen bis Bern Hauptbahnhof zu reisen und sich von dort in Richtung Stadion zu bewegen.

Die Berner Behörden hatten einen Fanmarsch nicht bewilligt, weil sie ein Aufeinandertreffen der beiden Fanlager unbedingt vermeiden wollten. Trotzdem reisten nach Informationen der Nachrichtenagentur sda zwischen 250 und 300 Basler individuell nach Bern und marschierten nach 17 Uhr in kleineren Gruppen Richtung Stadion.

Vier Verletzte in Bern

Der Hauptharst der Basler Fans schlug eine Route ein, die an der Kaserne vorbei in Richtung Stadion führt. Dieser Fanmarsch blieb friedlich.

Einige Dutzend FCB-Fans gelangten aber zum Breitenrainplatz. Dort trifft sich vor den Heimspielen regelmässig ein harter Kern von YB-Anhängern. Die beiden Fangruppierungen lieferten sich gewalttätige Auseinandersetzungen, bei denen vier Personen verletzt wurden.

Dabei handelt es sich laut Polizei um YB-Fans im Alter zwischen 19 und 26 Jahren. Zur Art der Verletzung machte die Polizeisprecherin keine Angaben. Nach Informationen der sda erlitt mindestens einer der vier Männer Kopfverletzungen. Alle Verletzten konnten das Spital inzwischen wieder verlassen, wie die Sprecherin sagte.

Zwei Festnahmen in Aarau

Nach gut einer Stunde war der Spuk vorbei. Im Stadion selber blieb es während des Spiels ruhig. Der FC Basel siegte 1:0. Die Spiele zwischen YB und Basel werden in Bern regelmässig von Ausschreitungen überschattet.

In Aarau hat die Polizei nach dem Fussballspiel des FC Aarau und des FC St. Gallen mit einem Grosseinsatz mögliche Auseinandersetzungen zwischen Fans der beiden Clubs verhindert. Zwei Fans wurden vorläufig festgenommen, verletzt wurde niemand.

Während der Anmarsch der Gästefans friedlich verlief, zündeten St. Galler nach Spielschluss bei der Bahnhofstrasse Pyro-Fackeln, wie die Polizei am Sonntag meldete. Einige hätten sich vermummt. Die Polizei ging davon aus, dass die beiden Fangruppen die Konfrontation suchten.

Zwei Schweizer im Alter von 19 und 20 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie wird wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte, Hinderung einer Amtshandlung sowie Landfriedensbruchs ermittelt. Verletzt wurde in Aarau niemand.

SDA/jzu

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