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Verletzte und hoher Sachschaden nach Nationalfeiertag

Dass das Zünden von Raketen Gefahren birgt, zeigte die diesjährige 1. August-Feier: Schweizweit gab es Verletzte, hohen Sachschaden und sogar die Feinstaub-Werte erhöhten sich.

Brennende Matratze: Auch an der Bäckerstrasse in Zürich musste die Feuerwehr ausrücken.
Brennende Matratze: Auch an der Bäckerstrasse in Zürich musste die Feuerwehr ausrücken.

Nicht nur heftige Gewitter haben am 1.August Schaden verursacht. So steckte traditionelles Feuerwerk etwa im Aargau Stoppelfelder und Strohballen und ein Clubhaus in Brand. Und um einen alten Stall zu entsorgen, machte ein Mann im Glarnerland aus diesem ein 1.-August-Feuer.

Der 52-Jährige aus Linthal GL wollte sich die Abbruch- und Entsorgungsarbeiten erleichtern und zündete deshalb den Stall an, wie die Glarner Polizei am Montag mitteilte. Der Mann wurde wegen der illegalen Entsorgungsaktion angezeigt.

Feuerwehr rückte vergebens aus

Zuvor waren rund fünfzig Feuerwehrleute zum Feuer ausgerückt. Sie gingen von einem Waldbrand aus. Als sich herausstellte, dass absichtlich ein Stall angezündet worden war, zogen sie wieder ab.

In Suhr AG brannte in der Nähe des Stadions Brügglifeld ein Clubhaus ab. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden beläuft sich auf 50'000 Franken. Ebenfalls aufgrund von Feuerwerk entzündeten sich im Aargau zwei Stoppelfelder - eines in Gipf-Oberfrick und eines in Ehrendingen.

In Full-Reuenthal begannen Strohballen zu brennen, nachdem eine Feuerwerksbatterie zur Seite gekippt war, wie die Aargauer Kantonspolizei mitteilte.

Zwei Verletzte in Zürich

Im Kanton Zürich verletzten sich beim Zünden von Feuerwerk zwei Männer, wie die Zürcher Kantonspolizei mitteilte. Einer erlitt in Gibswil-Ried einen offenen Armbruch, der andere zog sich in Wallisellen Verbrennungen an den Armen zu. Die Polizei habe auch mehrere Male ausrücken müssen, um verängstigte Hunde einzufangen.

Weiter gingen bei mehreren Kantonspolizeien Lärm-Beschwerden und Anzeigen wegen gesprengten Briefkästen ein.

Weniger Feinstaub dank Regen

Trotz der Feuerwerke hielt sich der Feinstaub-Gehalt in der Luft relativ tief - dies vorab wegen des Regens. Nach dem Eindunkeln stiegen die Werte an den meisten Orten an, wie der Website des Bundesamtes für Umwelt zu entnehmen war. Meist blieb der Anteil Feinstaub aber unterhalb des Grenzwerts von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Über dem Grenzwert lag der Gehalt zwischen 20 und 22 Uhr am Abend lediglich bei den Messstationen in Zürich-Kaserne (70) und Basel- Binningen (64). Gegen Mitternacht erreichte der Feinstaub allerdings in Bern Höchstwerte von bis zu 136 Mikrogramm. Am frühen Abend war über der Bundesstadt ein Gewitter niedergegangen.

Ganz anders war es im Vorjahr: Damals stieg der Feinstaub-Gehalt der Luft am 1. August an einzelnen Orten um das Sechsfache über den Grenzwert. Besonders betroffen waren die Städte und die Agglomerationen.

SDA/mrs

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