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Verdächtiger in Mordfall Peggy aus U-Haft entlassen

Ein Haftbefehl gegen den vor zwei Wochen festgenommenen 41-Jährigen ist aufgehoben worden.

Die Polizei meldet die Festnahme eines Verdächtigen, zwei Wochen später wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen: Peggy K. verschwand am 7. Mai 2001 spurlos.
Die Polizei meldet die Festnahme eines Verdächtigen, zwei Wochen später wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen: Peggy K. verschwand am 7. Mai 2001 spurlos.
Keystone
Die damals Neunjährige war auf dem Heimweg von der Schule im oberfränkischen Lichtenberg. Mehr als 15 Jahre später dann die traurige Gewissheit: Die Leiche ist gefunden. Absperrband der Polizei am Rande eines Waldstücks, in dem ein Pilzsammler ihr Skelett entdeckt hatte.
Die damals Neunjährige war auf dem Heimweg von der Schule im oberfränkischen Lichtenberg. Mehr als 15 Jahre später dann die traurige Gewissheit: Die Leiche ist gefunden. Absperrband der Polizei am Rande eines Waldstücks, in dem ein Pilzsammler ihr Skelett entdeckt hatte.
EPA/Bodo Schackow
Doch die Suche nach dem Mädchen bleibt damals noch erfolglos. Jetzt ist Peggys (9) Leiche gefunden worden – 15 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt.
Doch die Suche nach dem Mädchen bleibt damals noch erfolglos. Jetzt ist Peggys (9) Leiche gefunden worden – 15 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt.
AP Photo/Jens Meyer
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Ein vor zwei Wochen im Mordfall Peggy festgenommener Tatverdächtiger ist am Montag aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Haftbefehl gegen den 41-Jährigen sei vom Amtsgericht Bayreuth aufgehoben worden, erklärten die Staatsanwaltschaft Bayreuth und das Polizeipräsidium Oberfranken.

Die neun Jahre alte Peggy war im Jahr 2001 spurlos verschwunden, 2016 wurden ihre sterblichen Überreste entdeckt. Die Leiche der aus dem fränkischen Lichtenberg stammenden Schülerin war zufällig von einem Pilzsammler gefunden worden. Am Fundort der Leiche fanden die Ermittler Torf und Farbreste, die auf den nun Entlassenen deuteten.

Bei seiner Vernehmung gab der aus der Region des Mädchens stammende Mann im September zu, die Leiche am Tag des Verschwindens von einem Mann übernommen zu haben. Er gestand auch, das tote Kind in ein Waldstück in Thüringen gebracht und dort abgelegt zu haben.

Der Mordfall Peggy zählt mit einer Vielzahl an Wendungen zu den mysteriösesten Kriminalfällen in Deutschland. In dem Fall gab es auch eine Reihe von Justizpannen. So ging die Polizei mit der Information nach aussen, dass DNA-Spuren des NSU-Mitglieds Uwe Böhnhardt am Fundort von Peggys Leiche entdeckt worden seien. Dies erklärte sich dann aber mit einer Verunreinigung von Gerätschaften der Polizei.

AFP/red

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