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US-Starmoderator zahlt Millionen an Schweigegeld

Fünf Frauen, die dem US-Fernsehmoderator Bill O'Reilly Belästigung vorgeworfen haben, sind mit einer Millionen-Zahlung zum Schweigen gebracht worden.

Sieht sich als Opfer: Bill O'Reilly. (Archiv)
Sieht sich als Opfer: Bill O'Reilly. (Archiv)
Richard Drew, Keystone

Peinliche Enthüllung für den konservativen US-Fernsehmoderator Bill O'Reilly: Sein Sender Fox News und er selbst hätten insgesamt 13 Millionen Dollar (12,2 Millionen Euro) an fünf Frauen gezahlt, die dem Starkommentator Belästigung vorgeworfen hätten, berichtete heute die «New York Times». O'Reilly ist eines der bekanntesten TV-Gesichter in den USA, seine allabendliche Talk-Sendung «The O'Reilly Factor» ist ein wichtiger Quotenbringer für Fox News.

Aus seinen rechtsgerichteten Überzeugungen macht der meinungsstarke Moderator in seinen Sendungen kaum einen Hehl. Auf die Enthüllung der «New York Times» reagierte er mit einem knappen schriftlichen Statement, in dem er die Vorwürfe nicht ausdrücklich bestritt. Wegen seiner Prominenz ziehe er «Klagen von Personen an, die von mir Geld wollen, um negative Berichterstattung zu vermeiden», erklärte O'Reilly.

Dem Zeitungsbericht zufolge zahlten Fox News und O'Reilly selbst den Frauen die 13 Millionen Dollar, damit sie ihre Vorwürfe nicht an die Öffentlichkeit bringen und keine Klagen einreichen. Es handle sich bei ihnen um Frauen, die entweder für O'Reillys Show arbeiteten oder dort regelmässig zu Gast waren.

Zwei der Fälle waren bislang schon bekannt, die «New York Times» brachte nun nach eigenen Angaben drei weitere Fälle in Erfahrung. Im vergangenen Jahr hatte Fox-News-Chef Roger Ailes zurücktreten müssen, nachdem ihm mehrere Frauen sexuelle Übergriffe vorgeworfen hatten.

AFP/nag

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