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Über 230 Tote nach Monsunregen in Pakistan und Indien

Überschwemmungen, Erdrutsche und einstürzende Häuser. In Indien und Pakistan starben nach heftigen Regenfällen zahlreiche Menschen. In den kommenden Tagen soll es weiter regnen.

Gefährliche Dämpfe: Zwei Frauen in der Region Kaschmir bedecken ihr Gesicht, um sich vor dem Gestank toter Tiere zu schützen. (14. September 2014)
Gefährliche Dämpfe: Zwei Frauen in der Region Kaschmir bedecken ihr Gesicht, um sich vor dem Gestank toter Tiere zu schützen. (14. September 2014)
Keystone
Zehntausende Menschen verloren ihre Häuser: Bewohner der Region Kaschmir werden evakuiert. (7. September 2014)
Zehntausende Menschen verloren ihre Häuser: Bewohner der Region Kaschmir werden evakuiert. (7. September 2014)
Dar Yasin, Keystone
Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen: Ein Mann betrachtet in Jammu, Kashmir, die Fluten eines Flusses. (5. September 2014)
Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen: Ein Mann betrachtet in Jammu, Kashmir, die Fluten eines Flusses. (5. September 2014)
Keystone
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Nach heftigem Monsunregen in Pakistan und Indien sind bei Überschwemmungen, Erdrutschen und Hauseinstürzen mindestens 236 Menschen ums Leben gekommen. Pakistan meldete 128 Tote, Indien 108. Besonders betroffen war die zwischen beiden Ländern geteilte Region Kaschmir. Dörfer wurden überflutet, Brücken und Häuser brachen zusammen. Soldaten und Polizei brachten Tausende Anwohner in Sicherheit.

Wassermassen bei Srinagar. (Quelle: irfan shahmiri/Storyful)

Für die kommenden Tage wurden weitere Niederschläge vor allem für die Himalaya-Region angesagt. Die Behörden fürchteten daher eine weiter steigende Zahl an Opfern. In Pakistan wurden Erinnerungen an die Flutkatastrophe von 2010 wach, bei der rund 1700 Menschen ums Leben kamen.

Die pakistanische Katastrophenschutzbehörde teilte mit, dass in der östlichen Provinz Punjab seit Donnerstag mindestens 69 Menschen starben, im pakistanisch verwalteten Teil Kaschmirs 48 und in der im Norden gelegenen Provinz Gilgit Baltistan elf. Die Behörden gingen davon aus, dass die Menschen beim Einsturz ihrer Dächer ums Leben kamen. Landesweit wurden 261 Menschen als verletzt gemeldet.

Bus stürzt in einen Fluss

Mehr als 4000 Häuser brachen teilweise oder ganz in sich zusammen, wie Behördensprecher Ahmad Kamal sagte. Viele Gebäude in Pakistan bestehen aus Lehmziegeln und haben kein Zementfundament, sie sind deshalb besonders einsturzgefährdet bei starkem Regen.

Der pakistanische Ministerpräsident Nawaz Sharif sagte: «Die Regierung wird alles unternehmen, um den Menschen in ihrem Elend zu helfen.»

Unter den 108 Toten in Indien sind auch 30 Passagiere eines Busses, der in einen Fluss gestürzt und von den reissenden Fluten weggespült worden war. Die Überschwemmungen seien die schlimmsten seit Jahrzehnten, teilten die Behörden mit.

Das pakistanische und das indische Militär hatten gestern Tausende Soldaten und Polizisten in die jeweils am schlimmsten betroffenen Gebiete geschickt, um Menschen aus überfluteten Dörfern zu retten. In Kaschmir hatten Tausende ihre Häuser verlassen, um Schutz zu suchen.

Pakistan und Indien werden in der Monsunsaison zwischen Juni bis September häufig von Überschwemmungen heimgesucht. In Indien waren vor kurzem 100 Menschen ums Leben gekommen, als ein Erdrutsch ein Dorf nahe Pune im Westen Indiens begraben hatte.

sda/AFP/AP/kpn

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