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Übelkeit, Kopfweh, entzündete Augen

Sieben Wochen dauert die Ölpest im Golf von Mexiko schon an. Nicht nur Tiere, sondern auch Menschen leiden zunehmend unter den Auswirkungen.

Drecksarbeit: Ein Rettungsarbeiter reinigt den ölverschmutzten Strand von Port Fourchon im Bundesstaat Louisiana.
Drecksarbeit: Ein Rettungsarbeiter reinigt den ölverschmutzten Strand von Port Fourchon im Bundesstaat Louisiana.
Reuters
Auch die Strandbesucher in Alabama lassen sich von dem Öl nicht abhalten.
Auch die Strandbesucher in Alabama lassen sich von dem Öl nicht abhalten.
Keystone
Eine Mitarbeiterin von Greenpeace macht sich am Mississippi ein Bild vom Ausmass der Katastrophe.
Eine Mitarbeiterin von Greenpeace macht sich am Mississippi ein Bild vom Ausmass der Katastrophe.
Reuters
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Mehr als 70 suchten mittlerweile allein in Louisiana ärztliche Hilfe, unter anderem litten sie unter Übelkeit, Kopfweh, entzündeten Augen und Atembeschwerden. Das meldete die zuständige staatliche Behörde. Acht Patienten mussten in Spitälern behandelt werden. Und auch die Tierwelt leidet immer mehr: Nach Regierungsangaben sind bis Donnerstag etwa 1100 ölverschmierte Vögel gefunden worden, der grösste Teil von ihnen tot.

Viele Fischer in der Krisenregion, die ihren Lebensunterhalt verloren haben, klagen darüber, dass der Öl-Konzern BP ihre Schadenersatzanträge zu langsam bearbeite. Küstenwachenadmiral Thad Allen, der im Auftrag von Präsident Barack Obama die Massnahmen im Kampf gegen die Ölpest überwacht, forderte bei einem Treffen mit BP-Vertretern am Mittwoch (Ortszeit) mehr Transparenz bei der Abwicklung der Kompensationszahlungen.

BP berichtete, dass bisher 42'000 Anträge vorliegen und teils bereits bearbeitet worden sind. 53 Millionen Dollar seien schon ausgezahlt worden, hiess es am Donnerstag.

Neues Ultimatum an BP

Auch bei der Bekämpfung der Ölflut im Wasser hat die US-Regierung bei BP die Daumenschrauben weiter angezogen. Nach einem jüngsten Washingtoner Ultimatum muss der britische Konzern bis Samstag neue Vorschläge machen, wie er das in den Golf von Mexiko strömende Öl komplett aufhalten kann. BP fängt zwar mittlerweile mehr als 2000 Tonnen pro Tag direkt aus der Quelle ab, aber ein erheblicher Teil - nach Schätzungen vieler Experten sogar der grösste Teil - fliesst weiter ins Meer.

Obama will sich am Montag und Dienstag kommender Woche erneut vor Ort ein Bild von der Lage machen, ausserdem schickte er seine Arbeitsministerin Hilda Solis nach Louisiana. Sie traf sich dort mit Hilfsmannschaften, die die verseuchten Küsten säubern - zum Teil auf Kosten ihrer Gesundheit. Der grösste Teil der Ölpestkranken gehörte diesen Reinigungstrupps an.

SDA/jak

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