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Täter nach Schiesserei in Amsterdam auf der Flucht

Im Zentrum der niederländischen Hauptstadt ist am Freitagabend eine Person erschossen worden. Die Polizei geht der These eines Racheaktes nach.

Eine Schiesserei in Amsterdam forderte mindestens ein Menschenleben. (26. Januar 2018)
Eine Schiesserei in Amsterdam forderte mindestens ein Menschenleben. (26. Januar 2018)
Evert Elzinga, Keystone
Die Hintergründe der Tat ist noch unklar. Die Polizei geht aber nicht von einem Terrorangriff aus.
Die Hintergründe der Tat ist noch unklar. Die Polizei geht aber nicht von einem Terrorangriff aus.
Evert Elzinga, Keystone
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Bei einer Schiesserei am Freitagabend im Zentrum von Amsterdam ist ein Mensch getötet worden. Zwei Verletzte - ein Mann und eine Frau - seien ins Spital gebracht worden, teilte die niederländische Polizei mit. Einen terroristischen Hintergrund schloss sie aus.

Der oder die Täter konnten entkommen. Die Polizei leitete eine Grossfahndung ein. Nach den Schüssen breitete sich Panik in den Strassen der niederländischen Metropole aus, die stark von Touristen frequentiert wird. Schockierte Anwohner und Passanten waren in Tränen aufgelöst, als sie bemerkten, was geschehen war, während sie sich auf den Weg in die Kneipen der Stadt machten. Die Polizei riegelte die Umgebung des Tatorts um die Grote Wittenburgerstraat im Osten des Stadtzentrums ab, vernahm Zeugen und sicherte Spuren.

Grossfahndung eingeleitet

Polizeisprecher Leo Dortland sagte der Nachrichtenagentur AFP, es handele sich «eindeutig nicht um ein Attentat, sondern um einen kriminellen Vorfall». Dortland warnte davor, Gerüchten Glauben zu schenken. «Man muss sehr aufpassen, was die Leute sagen, und sich nicht von Emotionen leiten lassen.» Eine Grossfahndung nach «dem oder den Tätern» sei eingeleitet worden.

Niederländische Medien berichteten, Zeugen hätten mehrere Schüsse aus einer automatischen Waffe gehört und zwei vermummte Männer flüchten sehen. Nach Angaben des Polizeisprechers gehen die Ermittler der These eines Racheaktes nach und prüfen, ob ein Zusammenhang zu einer Straftat vor gut zwei Monaten in der Nähe des jetzigen Tatorts besteht.

Angaben zur Identität des Opfers wollte die Polizei nicht machen. Laut Medienberichten handelte es sich um einen 17-Jährigen marokkanischer Herkunft. Demnach wurde er in der Nähe eines Kinderspielplatzes erschossen, vor einem Stadtteilzentrum, in dem Jugendliche an Kochkursen teilnahmen und Kickboxen trainierten.

AFP/NXP

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