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Tote Menschen, erfrorene Tiere – und kein Ende in Sicht

Tausende Soldaten im Einsatz, 314 Kältetote, erfrorene Osterlämmer, Entlassungen in den Behörden, drohendes Hochwasser: Der harte Winter fordert in Europa besonders im Osten und im Norden seinen Tribut.

Wegen des Chaos in der Hauptstadt wurden ranghohe Beamte entlassen: Ein Ukrainer befreit in Kiew sein Auto von den Schneemassen. (25. März 2013)
Wegen des Chaos in der Hauptstadt wurden ranghohe Beamte entlassen: Ein Ukrainer befreit in Kiew sein Auto von den Schneemassen. (25. März 2013)
Keystone
Es schneit und schneit: Eine Russin auf verschneiten Strassen in Moskau. (25. März 2013)
Es schneit und schneit: Eine Russin auf verschneiten Strassen in Moskau. (25. März 2013)
Keystone
In der Natur: Pferde auf einer schneebedeckten Weide 470 Kilometer südlich von Krasnojarsk. (21. März 2013)
In der Natur: Pferde auf einer schneebedeckten Weide 470 Kilometer südlich von Krasnojarsk. (21. März 2013)
Ilya Naymushin, Reuters
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Der Winter geht in die Verlängerung – bis nach Ostern. Hierzulande ist weiterer Schneefall nicht ausgeschlossen. In Grossbritannien erfrieren Osterlämmer. Und in Moskau und Kiew sind die Schneeräumer im Dauereinsatz.

Nach Rekordschneefällen in Moskau schaufelten in der Nacht auf heute Bagger tonnenweise Schnee von den Strassen. Der Wetterdienst kündigte Tauwetter und Plusgrade an, weshalb sich die Moskauer auf Matsch und Überschwemmungen einstellen mussten. In Russland gibt es nach jüngsten Angaben bisher 314 Kältetote.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew entliess Verwaltungschef Alexander Popow seinen Stellvertreter sowie mehrere Funktionäre kommunaler Betriebe, die beim Winterdienst versagt hätten. Kiew hatte mit so starken Schneefällen zu kämpfen wie seit mehr als 100 Jahren nicht mehr. Auch dort warnten Behörden vor Hochwasser.

Rücktritt gefordert

Die Opposition um Boxweltmeister Vitali Klitschko hatte die gesamte Stadtverwaltung zum Rücktritt aufgerufen, nachdem sie dem Chaos in der Stadt nicht Herr geworden war.

Präsident Viktor Janukowitsch musste Tausende Soldaten sowie 15 Schützenpanzer mobilisieren, um die Lage in den Griff zu bekommen. Auch in Russland hatte Präsident Wladimir Putin angesichts der ungewöhnlichen Lage besondere Anstrengungen gefordert.

Osterlämmchen vom Schnee begraben

In Schottland und Nordirland kämpfen Menschen wie auch Tiere gegen das anhaltende Winterwetter. Auf der Insel Isle of Man suchten Bauern erneut nach Schafen und Osterlämmchen, die unter hohem Schnee begraben waren. Tausende Tiere könnten verendet sein.

Der Vogelschutzbund berichtete von zahlreichen Todesfällen bei seltenen Vögeln. In Schottland blieben tausende Menschen den sechsten Tag in Folge ohne Strom. In Nordirland wurden Bewohner von abgelegenen Bauernhöfen von der Armee versorgt.

«Weisse Ostern» nicht ausgeschlossen

Schuld am hartnäckigen Winter ist das Hoch «Jill» über Südskandinavien. Dieses schickt permanent kalte Luft aus russischen oder polaren Gefilden nach Westeuropa.

Meteorologen sagten voraus, dass die Wintertemperaturen noch bis Mitte April anhalten könnten. «Weisse Ostern» mit Schneefällen bis ins Schweizer Mittelland sind nicht ausgeschlossen.

SDA/rbi

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