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Total schickt Expertenteam zur Nordsee-Plattform

Die Gefahr auf der leckgeschlagenen Gasplattform in der Nordsee ist noch nicht gebannt: Nun will der französische Energiekonzern Total per Helikopter ein Expertenteam entsenden.

Nehmen Schadstoff-Messungen vor: Ein Greenpeace-Mitglied nimmt Wasserproben. (2. April 2012)
Nehmen Schadstoff-Messungen vor: Ein Greenpeace-Mitglied nimmt Wasserproben. (2. April 2012)
Reuters
Prüfen den Verschmutzungsgrad rund um die Plattform Elgin: Mitarbeiter von Greenpeace holt eine Wasserprobe. (2. April 2012)
Prüfen den Verschmutzungsgrad rund um die Plattform Elgin: Mitarbeiter von Greenpeace holt eine Wasserprobe. (2. April 2012)
AFP
Droht zu explodieren: Die Bohrinsel Elgin.
Droht zu explodieren: Die Bohrinsel Elgin.
AFP
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Der französische Ölmulti Total will ein Expertenteam per Helikopter auf die leckgeschlagene Nordsee-Plattform Elgin fliegen. Wie die britischen Behörden am Sonntagabend mitteilten, hat der Konzern bereits ein Gutachten zu den Gefahren der Mission vorgelegt und wird diese heute mit den Behörden besprechen.

Brancheninsider berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, Grossbritannien werde dem Unternehmen in den kommenden Tagen eine Erlaubnis dazu erteilen, seine Pläne für eine Schliessung des gefährlichen Gaslecks in Angriff zu nehmen. Bereits am Montag könne die entsprechende Genehmigung vorliegen, hiess es.

Gasfackel von alleine erloschen

Der Konzern will das Gasleck zunächst vorübergehend mit Bohrschlamm verstopfen und gleichzeitig mit zwei Entlastungsbohrungen dauerhaft entschärfen. Das könnte sechs Monate in Anspruch nehmen und Milliarden kosten.

Am Samstag war die Gasfackel auf der Plattform von alleine erloschen und damit die Gefahr einer Explosion zumindest vorübergehend reduziert. Aus einem Leck auf der Plattform strömt seit rund einer Woche giftiges und hochexplosives Gas.

Total wusste mindestens seit Februar von den Problemen

Total wusste mindestens seit Februar von Problemen auf der Plattform. Ein Gewerkschaftsvertreter erklärte am Freitag, Arbeiter hätten schon vor Wochen Sorgen wegen eines steigenden Gasdrucks geäussert. Das französische Unternehmen habe jedoch noch Stunden vor dem Unglück beteuert, ein Versagen sei ausgeschlossen.

SDA/mrs

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