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Taifun «Koppu» fordert erste Todesopfer

Im Norden der Philippinen richtete ein Taifun schwere Überschwemmungen an. Menschen fliehen auf Hausdächer, die offizielle Zahl der Toten ist auf mindestens 16 angestiegen.

Rund 60'000 Menschen sind auf der Flucht: Einige Männer versuchen, bei einem Dorf an der Ostküste der Insel Luzon ihr Gefährt in Sicherheit zu bringen. (19. Oktober 2015)
Rund 60'000 Menschen sind auf der Flucht: Einige Männer versuchen, bei einem Dorf an der Ostküste der Insel Luzon ihr Gefährt in Sicherheit zu bringen. (19. Oktober 2015)
Ted Aljibe, AFP
Evakuierte Personen werden provisorisch in einem Schulhaus untergebracht.
Evakuierte Personen werden provisorisch in einem Schulhaus untergebracht.
Ted Aljibe, AFP
Geschwindigkeiten bis zu 215 Kilometer pro Stunde: Dieses Paar ist nicht geflohen, sondern hat geheiratet.
Geschwindigkeiten bis zu 215 Kilometer pro Stunde: Dieses Paar ist nicht geflohen, sondern hat geheiratet.
Francis R. Malasig, Keystone
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Menschen auf Dächern, ertrinkende Tiere und unter Wasser stehende Reisfelder: Der Taifun «Koppu» hat im Norden der Philippinen schwere Überschwemmungen ausgelöst. Etwa 70 Dörfer stünden unter Wasser, teilten die Behörden mit. Mindestens 16 Menschen kamen ums Leben. Unter ihnen seien sieben Insassen einer Fähre, die am Sonntag vor der Ostküste der Insel Luzon gekentert war. Die Behörden rechneten mit weiteren Opfern.

Der sich langsam fortbewegende Taifun erreichte die Philippinen am Sonntag und sorgte im Nordosten des Inselarchipels für umgestürzte Bäume sowie Stromausfälle. Rund 60'000 Menschen haben sich auf den Philippinen vor dem tropischen Wirbelsturm bereits in Sicherheit gebracht. Acht Menschen gelten als vermisst, ein 14-Jähriger kam ums Leben. Betroffen waren unter anderem die Küstenstadt Casiguran und das Surferparadies Baler.

Sturm wütet weiter

«Koppu» traf am Morgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Stundenkilometern auf der Hauptinsel Luzón auf Land, wie die Wetterbehörde des Landes mitteilte. Demnach traf er zunächst die Küstenstadt Casiguran, rund 215 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Manila. In der Provinz Nueva Ecija wurden acht Menschen als vermisst gemeldet, nachdem Flüsse über die Ufer getreten waren und mehrere Dörfer überfluteten. Das Gebiet war für die Rettungsdienste nicht zugänglich. Den Vorhersagen zufolge dürfte der Sturm bis zu drei Tage lang wüten.

Der Vorsitzende des Katastrophenschutzes, Alexander Pama, drängte die Behörden, weitere Dorfbewohner vor dem nordwärts ziehenden Taifun in Sicherheit zu bringen. Der Wettervorhersage zufolge werde der Sturm am Mittwoch die Insel Luzon verlassen, wenn er sich weiter in diesem Tempo fortbewegen würde.

Bis zu 210 km/h in der Stunde

In der Hauptstadt Manila kam ein 14-jähriger Junge ums Leben, als ein umstürzender Baum auf ein Haus kippte. Bei dem Vorfall gab es vier Verletzte. In der Provinz Nuea Ecija wurden zwei leblose Körper gesehen, die in einem Fluss durch ein Dorf trieben. Sie konnten jedoch zunächst nicht geborgen werden. In der Nähe von Baler deckten die Sturmböen laut einem Rundfunkbericht das Dach eines Krankenhauses ab, zudem wurden Häuser niedergerissen.

In der Nähe von Baler deckten die Sturmböen laut einem Rundfunkbericht das Dach eines Krankenhauses ab, zudem wurden Häuser niedergerissen. Die Behörden sagten einen Wettbewerb der Surfer in der Bucht bei Baler ab, die wegen ihrer hohen Wellen bei den Wassersportlern beliebt ist. 2000 Surfer wurden aufgefordert, daheim zu bleiben. Auf Luzon wurden zahlreiche Fährverbindungen gestrichen. 44 Flüge wurden abgesagt.

Satellitenaufnahmen zeigten, dass der Taifun sein Auge zu verlieren scheine, teilte das Wetteramt mit. Dies sei ein Zeichen, dass er an Stärke verliere.

Das Dutzend ist voll

Präsident Benigno Aquino III. und die Behörden des Landes warnten davor, dass «Koppu» durch Regen und Wind möglicherweise mehr Schaden anrichten könnte, weil er sich langsamer über die Philippinen bewegt. Der Regen sei allerdings bislang nicht so schlimm gewesen wie befürchtet, sagte Saludes. Der Wind sei dagegen heftig ausgefallen.

«Koppu» (japanisch für «Tasse») ist der zwölfte Sturm, der die Philippinen in diesem Jahr trifft. Durchschnittlich erreichen jährlich 20 Stürme und Taifune das Archipel. Im November hatte Taifun «Haiyan» auf den Philippinen mehr als 7300 Menschen getötet.

sda/afp/fal

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