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Täter vom Bielersee riskiert drei Jahre Haft

Zum Bielersee-Drama sind in der Sonntagspresse neue Details bekannt geworden. Unter anderem äusserte sich der Berner Polizeidirektor konkret zu einem möglichen Strafmass

Hauptverdächtiger im Fokus: Das Boot des 74-Jährigen wird von der Polizei abgeholt.
Hauptverdächtiger im Fokus: Das Boot des 74-Jährigen wird von der Polizei abgeholt.
zvg, Leserreporter
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Die Berner Fahnder haben einen Hauptverdächtigen für das Bootsunglück auf dem Bielersee ermittelt – nun meldet sich Polizeidirektor Hans-Jürg Käser in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» zu Wort: «Wenn das Gericht zur Ansicht gelangen sollte, dass sich der Mann der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht hat, sähe das Gesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor. Das fände ich für diese Tat angemessen.»

Dass der Bootsfahrer vom Unfall nichts gemerkt habe, könne er sich nicht vorstellen, sagt Regierungsrat Käser. Die vom «Blick» ausgesetzten Belohnung hat nicht zum Fahndungserfolg geführt. «Dass die Polizei den Mann bereits zwei Tage nach dem Unfall im Auge hatte, zeigt, dass er nicht aufgrund der «Blick»-Initiative gefunden worden ist», so Käser.

Fabrik verkauft

Die «NZZ am Sonntag» berichtet: Der Hauptverdächtige im Bootsdrama auf dem Bielersee war zur Tatzeit mit Frau und Schwägerin auf dem See unterwegs. Beim Hauptverdächtigen handelt es sich um einen Unternehmer, der am Seeufer in Sutz-Lattrigen eine Villa mit Bootsanlegestelle bewohnt. Zu Geld war er Ende der achtziger Jahre gekommen, als er im Seeland eine Fabrik verkaufte.

Später zog er an den Bielersee. Im Seeland galt der Mann als Patron alter Schule. So habe er sich fürsorglich um seine Chauffeure gekümmert, er sei «streng, aber gerecht» gewesen, heisst es. Heute ist der 74-Jährige noch immer Inhaber eines Unternehmens in Lyss.

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