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Street Parade: Experte warnt vor Schwachpunkt

Nach der Katastrophe von Duisburg mit 21 Toten analysiert Sicherheitsberater Bruno Hersche die Route der Street Parade in Zürich – und sieht Schwachpunkte.

18 Jahre ohne Probleme: Street Parade in Zürich, Quaibrücke.
18 Jahre ohne Probleme: Street Parade in Zürich, Quaibrücke.
Keystone

Bruno Hersche schlägt Alternativen zur Route durch die Innenstadt vor, wie er der Zeitung «Sonntag» sagt. «Über eine Million Leute sind in einer Stadt bei einem schwerwiegenden Zwischenfall nicht mehr unter Kontrolle zu bringen», sagt Hersche. Er ist selbstständiger Berater für Sicherheit, Krisen- und Katastrophenmanagement, Mitverfasser des österreichischen Handbuches für die Sicherheit bei Grossveranstaltungen und ehemaliger Offizier der Kantonspolizei Zürich.

Die Quaibrücke bezeichnet er als Engpass: «Helikopterfotos aus den letzten Jahren zeigen ein respektables Gedränge. Optimierungsmöglichkeiten sehe ich bei den Verpflegungsständen zu Beginn der Brücke auf beiden Seiten. Jedes Hindernis ist kritisch und muss beseitigt werden.» Ein Sicherheitsrisiko seien auch Lovemobiles, die plötzlich stehen bleiben: «Umso mehr, wenn die nachfolgende Masse nicht realisiert, was genau passiert ist und nach vorne drückt.»

In falscher Sicherheit wiegen

Die Organisatoren würden sich zudem bei den Lautsprechern in einer falschen Sicherheit wiegen: «Durchsagen im Ernstfall wären vermutlich wirkungslos, weil sie sich ja alle Anwesenden danach halten müssten. Das dürfte kaum passieren, wie die Erfahrung leider zeigt.»

Wenn das Risiko nach Tragödie bei der Loveparade auf ein Minimum reduziert werden solle, so Herrsche, würde er «eine Alternative zur Umzugsroute in der Stadt bevorzugen.» Das Sicherheitsrisiko ausserhalb wäre «sicher kleiner». Der Sicherheitsprofi nennt grosse Flächen wie die Allmend Brunau oder den Militärflugplatz Dübendorf als mögliche, zu prüfende Alternativen.

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