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Strauss-Kahn zahlt laut Bericht Millionen – Anwälte dementieren

Der frühere IWF-Chef und die New Yorker Hotelangestellte haben sich auf die Einstellung des Zivilverfahrens verständigt. Dabei fliesst offenbar Geld. Einen Teil des Betrags soll sich Strauss-Kahn von seiner Frau leihen.

Aussergerichtliche Einigung: Dominique Strauss-Kahn und Nafissatou Diallo. (Archivbild)
Aussergerichtliche Einigung: Dominique Strauss-Kahn und Nafissatou Diallo. (Archivbild)
Keystone

Die Anwälte von Dominique Strauss-Kahn haben einen Zeitungsbericht dementiert, wonach der frühere IWF-Direktor dem Zimmermädchen Nafissatou Diallo sechs Millionen Dollar zahlt, um Vergewaltigungsvorwürfe aussergerichtlich beizulegen. Drei französische Anwälte Strauss-Kahns sprechen in einer Mitteilung von «frei erfundenen Informationen», die falsch seien.

Die Zeitung «Le Monde» hatte unter Berufung auf Vertraute des 63-Jährigen die Summe genannt. Eine entsprechende Einigung solle am kommenden Freitag in New York unterzeichnet werden. «DSK», wie der frühere sozialistische Minister in Frankreich genannt wird, habe die Summe nicht, heisst es weiter. Drei Millionen Dollar werde Strauss-Kahn deshalb als Kredit aufnehmen. Weitere drei Millionen Dollar werde ihm seine Frau Anne Sinclair leihen, die von dem 63-Jährigen getrennt lebt.

Die «New York Times» hatte am Donnerstagabend unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Kreise berichtet, Strauss-Kahn habe mit dem Zimmermädchen Nafissatou Diallo eine aussergerichtliche Einigung erzielt, die aber noch nicht unterzeichnet sei.

Verfahren eingestellt

Diallo wirft Strauss-Kahn vor, sie in einem Luxushotel in New York sexuell angegriffen und zum Oralsex gezwungen zu haben. Wegen der Vorwürfe wurde der damalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) Mitte Mai 2011 am New Yorker Flughafen John F. Kennedy festgenommen und später angeklagt.

Das Strafverfahren wurde Ende August 2011 eingestellt, weil die Anklage an der Glaubwürdigkeit Diallos zweifelte. Sie hatte die Ermittler mehrfach belogen. Diallo strengte aber ein Zivilverfahren gegen den einstigen Hoffnungsträger von Frankreichs Sozialisten an und verlangte Schadenersatz. Strauss-Kahns Anwälte hatten öffentlich stets ausgeschlossen, mit Diallo einen finanziellen Deal auszuhandeln, um eine Einstellung des Zivilverfahrens zu erreichen.

Strauss-Kahn will sich Geld offenbar leihen

Laut «Le Monde» will sich Strauss-Kahn drei Millionen Dollar bei einer Bank leihen, um das Geld überweisen zu können. Die andere Hälfte soll ihm demnach seine Frau Anne Sinclair leihen, von der Strauss-Kahn seit dem Sommer getrennt lebt.

AFP/dapd/chk/mw

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