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Solothurner Richter muss nach Angriff ins Spital

Ein Querulant hat den Gerichtsschreiber sowie einen Richter des Solothurner Obergerichts attackiert.

Ein Sympathisant des Brandstifters, hat während eines Prozesses in Solothurn den Gerichtsschreiber und den Oberrichter angegriffen.
Ein Sympathisant des Brandstifters, hat während eines Prozesses in Solothurn den Gerichtsschreiber und den Oberrichter angegriffen.
Screenshot Tele M1
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Vor der Verhandlung gegen den Brandstifter der St.-Ursen-Kathedrale ist es im Solothurner Obergericht zu einem Zwischenfall gekommen. Ein Sympathisant des Angeklagten griff den Gerichtsschreiber und den Oberrichter an.

Eine Sprecherin der Kantonspolizei Solothurn bestätigte den Vorfall. Gemäss Informationen der «Solothurner Zeitung» und des TV-Senders Tele M1 schlug der Mann zuerst den Gerichtsschreiber derart hart ins Gesicht, dass dieser blutete. Danach biss der Angreifer einem Oberrichter in den Unterarm. Beide mussten sich in Spitalpflege begeben.

Hatte Drohungen ausgestossen

Der Mann ist polizeilich bekannt. Er hatte sich in der Vergangenheit immer wieder mit der Solothurner Justiz angelegt und Drohungen ausgestossen. Der Angreifer ist solidarisch mit dem St.-Ursen-Brandstifter.

Auf Facebook zeigt ein Video die Festnahme. (Quelle: Tele M1)

Der heute 66-jährige Urheber des Brandanschlages auf die St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn vom Januar 2011 war im Dezember letzten Jahres wegen fehlender Kooperation bei der Therapie vom Amtsgericht Solothurn-Lebern verwahrt worden. Heute hätte das Solothurner Obergericht als zweite Instanz über die Verwahrung befinden sollen.

Wollte Zug entgleisen lassen

Der Mann hatte am 4. Januar 2011 in der St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn über den Altar und den darunter liegenden Teppich rund 20 Liter Benzin geschüttet. Das dabei entstandene Gemisch aus Luft und Benzin zündete er mit einer Kerze an. Verletzt wurde niemand. Beim Brandanschlag entstand ein Sachschaden von 3,5 Millionen Franken.

Davor wollte er im März 2009 beim Bahnhof Olten-Hammer SO mit einer selber gebauten Metallvorrichtung einen Zug entgleisen lassen. Im Juli 2010 hatte er im Gotthardtunnel mit einer selbstgebastelten «Bombenweste» die Zugspassagiere erschreckt.

SDA/ij

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