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So grau war es seit 30 Jahren nicht mehr

Wo bleibt der Frühling? Die Schneefallgrenze sinkt wieder auf unter 1000 Meter – mancherorts ist sogar auf 500 Metern über Meer Schneefall möglich. Ein sehr seltenes Ereignis für diese Jahreszeit.

Trotzdem schön: Regenwolken und Sonnenstrahlen über dem Vierwaldstättersee. (16. Mai 2013)
Trotzdem schön: Regenwolken und Sonnenstrahlen über dem Vierwaldstättersee. (16. Mai 2013)
Keystone

Der Frühling lässt auch an diesem Wochenende auf sich warten. In den nächsten Tagen ist in der ganzen Schweiz weiterhin mit tiefen Temperaturen zu rechnen. Doch nicht nur die Kälte drückt auf das Gemüt: Auch die Sonne zeigt sich nur selten. Seit über 30 Jahren war es in der Deutschschweiz nicht mehr so lange trüb und grau.

So schien etwa in Basel die Sonne seit Jahresbeginn nur gerade 318 Stunden. Normal seien in der Stadt am Rhein bis Ende Mai 600 Sonnenstunden, schreibt SRF Meteo in einer Medienmitteilung. Nicht weniger grau war es bisher in Zürich, Luzern und St. Gallen. Der diesjährige Frühling erscheine zudem derart trüb, weil April und Mai in den vergangenen Jahren jeweils extrem sonnig gewesen seien, hiess es in der Mitteilung weiter.

Zuletzt 1983 vergleichbare Neuschneemengen

Als «richtiges März-Wetter» bezeichnet Meteo Schweiz die aktuelle Wetterlage. Zwar fiel bis jetzt kaum Neuschnee, doch schon in der Nacht auf Freitag trifft die Alpennordseite erneut ein Kälterückfall. Dieser lässt die Schneefallgrenze auf unter 1000 Meter sinken – mancherorts ist sogar auf 500 Metern über Meer Schneefall möglich.

Schneefälle bis in tiefe Lagen Ende Mai seien seltene Ereignisse, sagte ein Sprecher von Meteo Schweiz. Zuletzt habe es etwa 1983 Ende Mai vergleichbare Neuschneemengen gegeben.

Noch ist kaum Besserung in Sicht

Am Freitag ist das Wetter in der Deutschschweiz vorwiegend nass und grau. Auch Samstag und Sonntag sehen nicht viel besser aus. Meistens bewegen sich die Temperaturen um 11 Grad herum, es ist stark bewölkt und regnerisch.

Zum Wochenbeginn kündigt sich langsam eine Wetterbesserung an – zumindest was die Temperaturen betrifft. Weiterhin bleibt das Wetter wechselhaft, die Sonne zeigt sich nur periodisch. Schon am Dienstag erreiche die Schweiz wieder eine neue Störung, lässt Meteo Schweiz verlauten.

In der Westschweiz präsentiert sich das Wetter ähnlich wie in der Deutschschweiz. Einzig die Alpensüdseite darf mit etwas mehr Sonne und teilweise auch wärmeren Temperaturen rechnen. So sind im Tessin morgen Freitag mit etwa 17 Grad zu rechnen.

Reisebranche erfreut über das trübe Wetter

Das graue und kalte Wetter spielt der Reisebranche in die Hände. Der Schweizerische Reisebüro-Verband (SRV) teilt in einem Communiqué mit, die Reisebüros hätten «viel zu tun». «Zahlreiche unserer Mitglieder berichten im Moment von einer markant steigenden Nachfrage für ganz kurzfristige Arrangements», sagte SRV-Geschäftsführer Walter Kunz.

Gefragt seien vor allem traditionelle Badeferienziele wie etwa die Balearen, die kanarischen Inseln, Griechenland oder das Rote Meer in Ägypten. Kuoni Schweiz berichtet in einer Mitteilung von Steigerungen von bis zu 50 Prozent für Mai und Juni gegenüber den Vorjahresmonaten.

SRV-Chef Kunz zeigte sich zuversichtlich, dass der massive Kundenverkehr über das bevorstehende Wochenende hinaus anhält. Eine willkommene Entwicklung für die Reisebüros: «Die Buchungsfrequenzen der kommenden Wochen werden das Jahresergebnis vieler Betriebe ohnehin wesentlich prägen», so der Geschäftsführer.

SDA/bru

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