Sikh-Attentäter hat sich selber umgebracht

Nach Erkenntnissen des FBI hat sich der Täter von Oak Creek selber getötet, nachdem ihn ein Polizist angeschossen hatte. Zum seinem Motiv liegen nur Spekulationen vor.

«Keine weiteren Personen im Zusammenhang mit der Tat entdeckt»: Die für die Untersuchungen verantwortliche FBI-Agentin Teresa Carlson an einer Pressekonferenz in Milwaukee. (8. August 2012)

«Keine weiteren Personen im Zusammenhang mit der Tat entdeckt»: Die für die Untersuchungen verantwortliche FBI-Agentin Teresa Carlson an einer Pressekonferenz in Milwaukee. (8. August 2012)

(Bild: Keystone)

Der Amerikaner Wade Page, der am Sonntag in einem Sikh-Tempel in den USA sechs Menschen erschossen hatte, hat sich nach dem Blutbad selbst getötet. Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass er durch eine Polizeikugel starb. Wie die FBI-Agentin Teresa Carlson gegenüber den Medien sagte, wurde Page zwar zunächst von einem Polizisten niedergestreckt, schoss sich dann aber selbst in den Kopf. Das gehe aus Videoaufzeichnungen hervor.

Carlson sagte weiter, das FBI habe keine weiteren Personen identifiziert, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten, und habe weiterhin auch keinen Aufschluss über das Motiv von Page.

Spekulation über rassistische Motive

Page hatte am Sonntag in dem Tempel in Oak Creek (Bundesstaat Wisconsin) wahllos auf Gläubige gefeuert und dabei sechs Menschen getötet und drei verletzt. Dazu zählt ein Polizeibeamter, der gerade einem Opfer half, als Page auf ihn schoss.

Ein zweiter Polizist eröffnete dann das Feuer auf Page und traf ihn in den Magen, wie FBI-Beamtin Teresa Carlson schilderte. Danach habe Page selbst seinem Leben ein Ende gesetzt. Über die Hintergründe der Tat wird weiter spekuliert. Da Page der Neonazi-Szene angehörte, gilt es als möglich, dass er aus rassistischen Motiven handelte.

mw/sda

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