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Sexy gekleidete Frauen zahlen weniger Clubeintritt

Der Badener Club Löschwasserbecken sorgt mit einer Aktion für Aufsehen: Leicht bekleidete Clubgängerinnen müssen weniger Eintritt bezahlen.

«Ladies, werft euch in die heissesten Outfits»: Plakat für die Shades of LWB-Party.
«Ladies, werft euch in die heissesten Outfits»: Plakat für die Shades of LWB-Party.
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Die Aktion des Badener Clubs sorgt für Kritik: Tanzende Partygäste in einem Club. (Symbolbild)
Die Aktion des Badener Clubs sorgt für Kritik: Tanzende Partygäste in einem Club. (Symbolbild)
Keystone
Das LWB hat, inklusive Foyer und Aussenfumoir, Platz für rund 400 Personen.
Das LWB hat, inklusive Foyer und Aussenfumoir, Platz für rund 400 Personen.
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Am Freitagabend stieg im Club Löschwasserbecken in Baden die «Shades of LWB»-Party. 18 Franken Eintritt musste bezahlen, wer «normal» gekleidet erschien. Frauen, die sich für ein sexy Outfit entschieden, mussten nur 10 Franken hinblättern.

«Ladies, werft euch in die heissesten Outfits und kommt vorbei an die exklusive ‹Shades of LWB› Party», hiess es auf der Clubwebseite. Buchautorin und Feministin Julia Onken ist von der Aktion gar nicht begeistert: «Es handelt sich um ein billiges Lockvogel-Angebot auf einer sehr primitiven Ebene», sagt sie zur «Aargauer Zeitung». Und weiter: «Man lädt Frauen ein, möglichst sexy zu sein und sich erotisch zu geben, um die hormonelle Beunruhigung der Männer zu stimulieren.»

Problematisch dabei sei, dass wenn Männer auf die Reize reagieren würden, sie dann als die Schuldigen hingestellt würden. In Zeiten der «MeToo»-Debatte könne sie einen solchen Aufruf nur als «dumm» bezeichnen. Auch SP-Nationalrätin Yvonne Feri empfindet die Aufforderung sich sexy zu kleiden als «irritierend». Sie stellt unter anderem die Frage, wer das Aussehen denn beurteile? Dies werde sehr individuell gewertet.

Club reagiert auf Vorwürfe

Beim LWB rechtfertigt man die Aktion: Auch eine Frau in Pullover und rotem Lippenstift könne das Kriterium «sexy» erfüllen, wie Club-Betreiber Drano Dreyer zur «Aargauer Zeitung» sagt.

Der Aufruf habe sich zudem auf den Zeitraum von 21 bis 23 Uhr bezogen. In dieser Zeitspanne hätten sich unter den Gästen und Angestellten ausschliesslich Frauen befunden. «Damit wollten wir verhindern, dass es auch nur im Ansatz zu ‹MeToo-Situationen› kommen kann.» Die männlichen Gäste hätten erst ab 23 Uhr Zugang zum Club gehabt – ebenfalls mit Dresscode: Wer Fliege oder Krawatte trug, kam günstiger hinein.

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