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Selbst in Dubai und Delhi schwankten die Hochhäuser

Im Iran hat die Erde mit der Stärke 7,8 gebebt. In einsamem Hügelgebiet sollen mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen sein. Das Beben war das stärkste seit mehr als 50 Jahren.

Auch in Pakistan gab es Opfer: Ein verletzter Mann wird ins Spital gefahren. (16. April 2013).
Auch in Pakistan gab es Opfer: Ein verletzter Mann wird ins Spital gefahren. (16. April 2013).
AFP
Hochhäuser im Umkreis von über tausend Kilometern wurden evakuiert: In Karachi,...
Hochhäuser im Umkreis von über tausend Kilometern wurden evakuiert: In Karachi,...
AP
...und auch in Manama, der Hauptstadt von Bahrain. (16. April 2013)
...und auch in Manama, der Hauptstadt von Bahrain. (16. April 2013)
Reuters
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Eines der stärksten Erdbeben der vergangenen Jahrzehnte hat die Grenzregion zwischen dem Iran und Pakistan erschüttert. Iranische Medien und Behörden halten sich in Bezug auf Opferzahlen bedeckt, in Pakistan sterben mindestens 34 Menschen. Selbst im entfernten Neu-Delhi in Indien schwanken bei dem Erdstoss die Häuser.

Bei einem der heftigsten Erdbeben der vergangenen Jahrzehnte in der iranisch-pakistanischen Grenzregion sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Auf pakistanischer Seite seien mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen und 80 verletzt worden, sagte ein Militärvertreter am Dienstag. Unklar war indes die Opferzahl auf iranischer Seite. Das Staatsfernsehen berichtete von mindestens 40 Toten, verschiedene Medien zwischenzeitlich von bis zu 46 Toten. Später verschwanden die Zahlen aber wieder von den Webseiten. Die Nachrichtenagentur Irna meldete mindestens 27 Verletzte.

Tausend Häuser zerstört

Alle Toten seien in der pakistanischen Ortschaft Mashkal entdeckt worden, sagte der Militärvertreter. Rund tausend Häuser in einem anderen Dorf im Grenzgebiet wurden nach Angaben von Sicherheitskräften zerstört. Nachrichtensender zeigten Aufnahmen schwankender Gebäude in der südpakistanischen Stadt Karachi, wo Menschen in Panik aus Häusern und Büros rannten.

Bei dem Erdbeben handelt es sich laut der iranischen Erdbebenwarte um die schwersten Erdstösse im Iran seit mehr als 50 Jahren. Das Zentrum des Bebens lag in einem Gebiet nahe der iranischen Stadt Sarawan, knapp 50 Kilometer von der pakistanischen Grenze entfernt, in etwa 15 Kilometern Tiefe. Die US-Erdbebenwarte USGS meldete eine Stärke von 7,8, das iranische seismologische Zentrum gab eine Stärke von 7,7 an.

«Komplizierte Notfallsituation»

Der iranische Rote Halbmond sprach von einer «komplizierten Notfallsituation», da in der Region viele Dörfer über einsame Hügelketten und Täler hinweg verteilt lägen. Ein Einwohner im Erdbebengebiet berichtete von einer langandauernden Erschütterung. Diese habe sich ereignet, als «viele Leute gerade daheim waren, um einen Mittagsschlaf zu machen», sagte Manuchehr Karimi am Telefon der Nachrichtenagentur AP.

Auch am Golf in Dubai und Bahrain sowie in der weit entfernten indischen Hauptstadt Neu-Delhi waren die Erschütterungen zu spüren. Auch dort schwankten Hochhäuser, Behörden ordneten zeitweilig Evakuierungen der Wolkenkratzer an.

Der britische Aussenminister William Hague kondolierte per Twitter den Angehörigen der Opfer des Bebens. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Erdbeben der Stärke 6,1 an der iranischen Golfküste nahe der Stadt Buschehr mindestens 37 Menschen getötet. Gleichzeitig lösten die Erdstösse dort grosse Sorgen um die Sicherheit von Irans nahe gelegenem Atomreaktor aus. 2003 hatte ein verheerendes Beben der Stärke 6,6 im Südosten des Irans rund 26'000 Menschen in den Tod gerissen und einen Grossteil der als Weltkulturerbe geschützten Stadt Bam zerstört.

AP/mw/chk

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