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Seine Unterhosen zu zeigen, ist ein Menschenrecht

Jugendliche haben das Recht, ihre Hosen im Baggy Style zu tragen – also sich mit tief sitzenden Hosen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Das hat ein Gericht in Grossbritannien entschieden.

Es ist ein Sieg für alle Skater, Hip-Hopper und andere Personen, die gerne Hosen in Übergrösse tragen. Dem Jugendlichen Ellis Drummond wurde das Recht zugesprochen, mit halb heruntergelassenen Hosen herumzulaufen.

Und so kam es: Der straffällig gewordene 18-Jährige sollte von den Behörden eine sogenannte Anti-Social Behaviour Order (Asbo) erhalten. Der Staatsanwalt wollte ihm verbieten, seine Hosen so zu tragen, dass man seine Unterwäsche sehen kann. Ebenfalls sollte er in der Öffentlichkeit keine Pullover mit hochgezogener Kapuze mehr tragen.

Die Asbo-Regel wurde 1998 vom damaligen Premier Tony Blair initiiert. Sie wurde entwickelt, um ein Instrument gegen unangepasstes Verhalten zu haben, das eine Strafverfolgung nicht rechtfertigen würde. Wer sich einer Asbo widersetzt, kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

Ein Richter in Bedford sieht nun aber gewisse Aspekte der Asbo-Regel auf Konfrontationskurs mit dem Grundgesetz. Nicholas Leigh-Smith sagte: «Einige der Massnahmen verstossen gegen die Menschenrechte.» Damit lässt der Richter die Staatsanwaltschaft ins Leere laufen.

Drummond darf sich also weiterhin so kleiden, wie er will. Weiterhin verboten bleibt ihm allerdings der Aufenthalt auf dem Gelände des Bedford Colleges. Drummond musste sich vor Gericht wegen Gewalttätigkeiten und Drogenmissbrauchs verantworten.

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