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Schweden erlebt schlimmsten Waldbrand seit Jahrzehnten

In Schweden ist ein Waldbrand ausser Kontrolle geraten. Ein Mann starb, rund 1000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Hilfe aus Italien und Frankreich: Mit Helikoptern will die Feuerwehr die Brände im Norden des Landes unter Kontrolle bringen. (Video: Reuters)

Einer der schlimmsten Waldbrände seit Jahrzehnten hat in Schweden mehr als 150 Quadratkilometer Land zerstört und mindestens einen Menschen das Leben gekostet. Dutzende schwedische Feuerwehrleute waren gemeinsam mit Löschflugzeugen aus Italien und Frankreich in Einsatz, um das Feuer in Västmanland unter Kontrolle zu bringen. Rund 1000 Menschen wurden aus der Region 140 Kilometer nordwestlich von Stockholm in Sicherheit gebracht, wie die Behörden am Dienstag mitteilten.

Wodurch der Waldbrand ausgelöst wurde, war unklar. Die Feuerwehr geht aber davon aus, dass das ungewöhnliche heisse und trockene Wetter die Flammen angeheizt hat. In der Region wurde am Dienstag die stark verkohlte Leiche eines Mannes in seinen 30ern gefunden. Ein weiterer Mann wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht.

Viele Gebiete sind schwer zu erreichen

Die Brände gelten als die schlimmsten in der jüngeren Geschichte des skandinavischen Landes, das seit Mitte Juli unter einer ungewöhnlichen Hitze und Trockenheit leidet. Sala erlebte am Montag mit mehr als 34 Grad Celsius die höchsten Temperaturen seit 1992.

Die Wetterbedingungen erschwerten die Löscharbeiten. Wind fachte die Flammen zusätzlich an, ausserdem waren viele Gebiete schwer zu erreichen. Am Montagabend sagte Lars Gunnar Strandberg von der Katastrophenschutzbehörde MSB dem Sender Sveriges Radio, die Flammen rückten 30 Meter pro Minute vor. Die Behörden rechneten damit, dass die Flammen erst in einigen Wochen vollständig gelöscht sein würden. Die Ursache der Feuer ist bislang unklar. Kleinere Waldbrände sind im Sommer in Schweden nichts Ungewöhnliches.

SDA/fko

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