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Schiff sinkt in der Antarktis

Beim Untergang eines südkoreanischen Fischtrawlers 2500 Kilometer südlich von Neuseeland sind mindestens vier Seeleute ums Leben gekommen.

Sank 2500 Kilometer südlich von Neuseeland: Die südkoreanische «No 1 In Sung», hier auf einem undatierten Foto.
Sank 2500 Kilometer südlich von Neuseeland: Die südkoreanische «No 1 In Sung», hier auf einem undatierten Foto.
Reuters

Bei dem Untergang eines südkoreanischen Fischtrawlers in der Antarktis sind am Montag wahrscheinlich 22 Seeleute ums Leben gekommen. In dem eisigen Wasser der Antarktis bestehe kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden, teilte die neuseeländische Küstenwache mit. Bisher konnten 20 Seeleute lebend und fünf tot geborgen werden, 17 weitere Mitglieder der Besatzung wurden noch vermisst.

Offenbar sei das Schiff mit 42 Menschen an Bord am frühen Montagmorgen (Ortszeit) rund 1000 Seemeilen (1852 Kilometer) nördlich der antarktischen Küste bei ruhigem Wetter aus bislang ungeklärten Ursachen gesunken, sagte ein Sprecher der neuseeländischen Küstenwache, Ross Henderson, der Nachrichtenagentur AFP. Ein zur Hilfe geeilter anderer südkoreanischer Fischtrawler habe 20 Seeleute lebend bergen können, vier weitere Schiffe seien an der Suchaktion beteiligt.

Kaum mehr Hoffnung für Überlebende

Nach einer mehrstündigen Suche fuhr die Küstenwache den Rettungseinsatz jedoch zurück, da es zunehmend unwahrscheinlich wurde, noch weitere Überlebende zu finden, wie ein Koordinator des Rettungseinsatzes, Dave Wilson, sagte. In dem eisigen Wasser liegen die Überlebenschance ohne einen entsprechenden Schutzanzug bei nur zehn Minuten. Zu den Ursachen des Unglücks, das sich bei mässigem Wind und Wellengang ereignete, gab es zunächst keine Informationen.

Wie Henderson erklärte, sei vor dem Untergang des Schiffes kein Notruf empfangen worden. Die Zentrale der neuseeländischen Küstenwache, die für Rettungseinsätze in der Meergegend zuständig ist, sei erst mehr als sechs Stunden nach dem Unglück informiert worden. Sie habe daraufhin alle Schiffe in der Region zur Teilnahme an der Rettungsaktion aufgerufen und ein Flugzeug an den Unglücksort entsandt. Es wurde aber damit gerechnet, dass es rund acht Stunden bis dorthin benötigen werde.

Nach Angaben der südkoreanischen Küstenwache handelte es sich bei dem Schiff um den 614-Tonnen-Trawler «Number One Insung» aus dem südkoreanischen Hafen Busan

SDA/miw

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