Zum Hauptinhalt springen

Sachbeschädigungen und Scharmützel bei Fanmärschen

Vor dem Cupfinal in Bern hat die Polizei mit einem Grossaufgebot die Anhänger von FCB und FCZ zum Stadion begleitet. Anhänger der Zürcher blockierten den Mannschaftsbus der Basler.

Der Fanmarsch der FCZ-Fans durch die Berner Altstadt.
Der Fanmarsch der FCZ-Fans durch die Berner Altstadt.
Tobias Anliker
Auf dem Bärenplatz hatte der Fanmarsch der FCZ-Anhänger innegehalten...
Auf dem Bärenplatz hatte der Fanmarsch der FCZ-Anhänger innegehalten...
Tobias Anliker
Die Hasen im Loeb-Schaufenster wurden indessen evakuiert.
Die Hasen im Loeb-Schaufenster wurden indessen evakuiert.
hjo
1 / 19

Die Fanmärsche vor dem Cupfinal in Bern sind ohne die befürchteten Ausschreitungen verlaufen. In der Innenstadt verhinderte ein Grossaufgebot der Polizei Konfrontationen der beiden Fanlager. Es kam aber zu zahlreichen Sachbeschädigungen.

Die Anreise der Fans erfolgte gestaffelt in zwei Etappen. Am Morgen trafen ab 9.30 Uhr zunächst die Anhänger des FC Zürich mit drei Extrazügen am Berner Hauptbahnhof ein. Sie mussten den Bahnhof über den Westausgang via «Welle» verlassen, um sich in der Altstadt zum Start des Fanmarsches zu versammeln.

Verzögerungen auf dem Bundesplatz

Dabei kam es aber zu Verzögerungen. Die Zürcher Fans machten auf dem Bundesplatz und dem benachbarten Bärenplatz halt und weigerten sich zunächst, wie vorgesehen zum Münsterplatz weiter zu marschieren, wo sie um 11.00 Uhr den Fanwalk hätten starten sollen.

Polizeigrenadiere riegelten die Zugänge zum Waisenhausplatz – wo später die Basler Fans eintreffen sollten – aber rigoros ab. Auch wurde ein Wasserwerfer in Stellung gebracht, ohne jedoch zum Einsatz zu kommen. Den Einsatzkräften gelang es in der Folge, die Zürcher zum Fortsetzen des Fanwalks zu bewegen.

Basler Extrazüge zurückgehalten

Wegen der Verzögerung in der Innenstadt wurden die Extrazüge mit den Basler Fans kurz vor Bern gestoppt. Sie trafen erst gegen Mittag – rund 50 Minuten später als vorgesehen – im Berner Hauptbahnhof ein. Die Basler machten sich daraufhin zügig auf den Weg Richtung Stadion und wichen dabei leicht von der vorgesehenen Route ab, was die Polizei aber tolerierte.

Beide Fangruppen zündeten auf ihren jeweiligen Märschen zum Stadion Knall- und Rauchpetarden und machten mit Anfeuerungs- und Schmähgesängen auf sich aufmerksam. Laut Polizeiangaben kam es in der Innenstadt zu zahlreichen Sachbeschädigungen. So wurden unter anderem Schaufenster und Fensterscheiben eingeschlagen.

Gummischrot-Einsatz vor dem Stadion

Zu einem grösseren Scharmützel kam es dann vor dem Stadion. Zürcher Fans blockierten auf der Papiermühlestrasse den Mannschaftsbus des FC Basel. Weil sich zu diesem Zeitpunkt bereits zahlreiche Zuschauer auf dem Gelände befanden, habe man sich entschieden, die Blockade aufzulösen, teilte die Polizei mit.

Weil die Blockierer dem Aufruf, die Strasse freizugeben, nicht folgten, setzte die Polizei Wasserwerfer und – nachdem sie selbst angegriffen wurde - auch Gummischrot ein. Gleichzeitig hätten Anhänger des FC Basel versucht, zur Papiermühlestrasse zu gelangen.

Laut Polizei konnte die Situation schliesslich beruhigt wurden und die Fans dazu bewegt werden, ins Stadion zu gehen. Mehrere Personen wurden angehalten.

Klubs in der Pflicht

Die Stadt Bern hat den Cupfinal vom Ostermontag erst nach langen Verhandlungen mit dem Fussballverband und den beiden beteiligten Klubs bewilligt. 2013 wurde der Cupfinal durch Ausschreitungen von GC- und Basel-Fans überschattet. Sicherheitsdirektor Reto Nause wollte in der Folge zunächst keine Fanwalks mehr dulden.

So weit kam es jedoch nicht. Hingegen knüpften die Behörden die Bewilligung des Hochrisikospiels und der damit verbundenen Fanmärsche an Auflagen. Wie bei einer politischen Kundgebung mussten Verband sowie die Klubs Ansprechpersonen definieren.

Noch offen ist, ob sich der Fussballverband an den Sicherheitskosten beteiligt. Er zeigte sich aber im Vorfeld bereit, «je nach Ausgang des Anlasses» einen Beitrag von bis zu 200'000 Franken zu leisten.

SDA/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch