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Revolution im Büro

Er hat unsere Arbeitswelt revolutioniert: der Bundesordner. Vor genau 100 Jahren stellte die Schreibbücher- und Papierwarenfabrik Biel die ersten her.

1900 gegründet und der grösste Büromaterialhersteller der Schweiz: Die Firma Biella Schweiz AG (damals: Schreibbücher- und Papierwarenfabrik Biel) brachte 1908 den Aktenordner in die Schweiz.
1900 gegründet und der grösste Büromaterialhersteller der Schweiz: Die Firma Biella Schweiz AG (damals: Schreibbücher- und Papierwarenfabrik Biel) brachte 1908 den Aktenordner in die Schweiz.
Keystone
Seit den 20er-Jahren heisst er «Bundesordner». Mittlerweile gibt es die von der Firma Biella Schweiz AG gebauten Ablageinstrumente in mehreren Ausführungen.
Seit den 20er-Jahren heisst er «Bundesordner». Mittlerweile gibt es die von der Firma Biella Schweiz AG gebauten Ablageinstrumente in mehreren Ausführungen.
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Alle Bundesordner werden in Brügg bei Biel produziert,  jährlich über 12,5 Millionen.
Alle Bundesordner werden in Brügg bei Biel produziert, jährlich über 12,5 Millionen.
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Manchem graut es manchmal vor den über Jahrzehnten angestauten Aktenfressern im Regal: Auf ihren Rücken stehen Wörter wie «Steuern», «Rechnungen» oder «Akten». Auf ihn verzichten will trotzdem niemand: den Bundesordner. Die eckigen Bürogehilfen namens Bundesordner haben die Archivierung revolutioniert.

Anders als im Ausland

Die ersten Schweizer Ordner wurden von der Schreibbücher- und Papierwarenfabrik Biel im Jahr 1908 hergestellt. In den 20er-Jahren setzte sich als Bezeichnung für die Ordner der Name «Bundesordner» durch, da sie hauptsächlich in öffentlichen Verwaltungen zum Einsatz kamen. «Bundesordner» als Marke wurde erst 1989 eingetragen.

Die Schreibbücher- und Papierwarenfabrik Biel heisst mittlerweile Biella Schweiz AG, die Ordnerproduktion hat für die Firma jedoch nach wie vor einen besonderen Stellenwert: Jährlich werden über 12,5 Millionen Ordner produziert. Alle Bundesordner werden in Brügg bei Biel hergestellt und von dort aus ausgeliefert.

Die Schweizer Ordner unterscheiden sich von jenen in Österreich und Deutschland: Das Griffloch ist anders platziert. Und in den USA wird ein Dreilochsystem verwendet.

Erfinden, was noch fehlt

Der deutsche Erfinder und Kaufmann Friedrich Soennecken erfand den sogenannten «Briefordner» bereits 1886. Angetrieben war er von der ärgerlichen Feststellung, dass einiges fehlte, was Ordnung ins Büro bringt. Passend zum Briefordner, entwickelte er wenig später den Locher. Soennecken war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich und betrieb bereits einen grösseren Versandhandel.

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