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Rasergang machte A 12 zur Rennstrecke

Die Freiburger Polizei hat 19 Autofahrer erwischt und elf getunte Autos beschlagnahmt. Die Raser prahlten mit Videos ihrer Fahrten im Internet.

Als Rennstrecke missbraucht: A12 im Kanton Freiburg.
Als Rennstrecke missbraucht: A12 im Kanton Freiburg.

Mit Geschwindigkeiten von bis 190 km/h brausten mehrere Automobilisten immer wieder über die Autobahn A 12 zwischen Fribourg und Vaulruz. Und sie fielen auch auf der Autostrasse nach Givisiez mit zu hohen Tempi auf. Dann intervenierte die Polizei. Bei einer gezielten Aktion in der letzten Woche beschlagnahmte sie elf Autos, die von den Haltern frisiert worden waren. Gleichzeitig wurden Strafverfahren gegen insgesamt 19 Automobilisten eröffnet, wie die Westschweizer Zeitung «Le Matin» berichtet.

Die 18- bis 27-jährigen Raser sind mehrheitlich portugiesischer Herkunft. Die 19 Männer lieferten sich in unterschiedlichen Besetzungen jeweils spontane Rennen. Gemäss Polizeiangaben machten sie die A 12 mindestens bei zehn Gelegenheiten zur Rennstrecke. Mehr noch: Ein paar Raser drehten mit dem Handy Videos von ihren Heldentaten und stellten die Filmchen auf die Internetplattform Youtube - die meisten Clips sind inzwischen aber wieder entfernt worden. Unter den beschlagnahmten Autos befinden sich ein Audi RS4 und ein BMW 3. Gemäss «Le Matin» wurden leistungsstarke Fahrzeuge zusätzlich getunt.

Mit 190 km/h Unfall verursacht

Einen Raser hatte die Freiburger Kantonspolizei bereits im letzten Sommer erwischt. Bei der Hausdurchsuchung fand die Polizei beim 28-Jährigen unter anderem einen Automotor, der auf 560 PS getrimmt worden war. Derselbe Lenker hatte ein paar Monate zuvor bei einem Rennen auf der Autobahn A 12 einen Unfall gebaut. Er war mit Tempo 190 unterwegs gewesen.

«Für diese Leute ist das Auto alles, das Auto steht an erster Stelle. Es ist oft noch wichtiger als die Familie», sagt der Besitzer einer Karosserie-Spenglerei, der die Szene der Rasergangs kennt. Teilweise würden die Raser sehr viel Geld ausgeben, um ihre Fahrzeuge zu tunen. «Es ist traurig, wenn diese Leute nicht begreifen, dass sie mit ihrem Tun Menschenleben gefährden», sagt er im Gespräch mit «Le Matin». Wenn diese Leute unbedingt das Bedürfnis hätten, Rennen zu fahren, sollten sie eine Rennstrecke in Deutschland aufsuchen.

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