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Prostituierte zockt Freier ab – 210'000 Franken weg

Eine 40-jährige Brasilianerin ist von einem St. Galler Gericht zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 17 Monaten verurteilt worden.

Eine St. Galler Prostituierte hat einem Kunden eine Liebesbeziehung vorgegaukelt, um von ihm 210'000 Franken zu erhalten. Das Kreisgericht St. Gallen verurteilte sie nun zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 17 Monaten und einer Busse von 5000 Franken. Laut dem Urteil wurde die 40-jährige Brasilianerin der mehrfachen Veruntreuung und Urkundenfälschung schuldig gesprochen. Vom Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs sprach das Gericht sie frei.

Der Kläger hatte die Prostituierte 2005 in ihrem Massagesalon kennen gelernt und regelmässig ihre Liebesdienste in Anspruch genommen. Mit der Zeit entwickelte sich zwischen den beiden eine «Liebesbeziehung», man verbrachte auch die Freizeit zusammen und plante eine gemeinsame Zukunft. In Wirklichkeit lebte die Frau im Rheintal mit Mann und zwei Kindern.

Trügerische Liebes-SMS

Dank unzähliger «Liebes-SMS» wähnte sich der Kläger in falscher Sicherheit. Im Jahr 2006 gab der Kläger der Frau mehrere Darlehen von insgesamt 190'000 Franken und eine Schenkung von 20'000 Franken - angeblich für ein Bauprojekt in Brasilien.

Nachdem die finanziellen Möglichkeiten des Freiers erschöpft waren, brach die Prostituierte den Kontakt zu ihm ab. Dem blind-verliebten Freier ging ein Licht auf. Er kündigte die Darlehen. Doch vom Geld war nichts mehr übrig. Die Prostituierte hatte es für Reisen, Luxus und Kollegen ausgegeben.

(SDA)

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