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Polizei-Helikopter stürzt in Urwald ab – 15 Tote

Auf der Suche nach einem Drogenboss ist eine Polizeieinheit in Kolumbien ums Leben gekommen. In der Gegend sind auch Farc-Rebellen aktiv.

Helikopter-Unglück in Kolumbien: Rauch steigt aus dem Dschungel bei Golfo de Urabá auf. (4. August 2015)
Helikopter-Unglück in Kolumbien: Rauch steigt aus dem Dschungel bei Golfo de Urabá auf. (4. August 2015)
Policia Nacional, AFP

Beim Absturz eines Transporthubschraubers sind in einem von Rebellen und Drogenschmugglern genutzten Dschungelgebiet im Nordwesten Kolumbiens 15 Polizisten ums Leben gekommen.

Die Ursache des Absturzes nahe der Region Golfo de Urabá war zunächst nicht klar. Vorläufige Ermittlungen deuteten aber auf einen technischen Defekt hin, teilte die Polizei mit. Die Beamten waren in einem Helikopter vom Typ Black Hawk unterwegs gewesen, um einen von den USA mit Kopfgeld gesuchten Drogenchef aufzuspüren.

Flugzeugabsturz vor einer Woche

Der Hubschrauber mit Besatzung gehörte den Angaben zufolge zu einer Operation, mit der Dairo Otoniel Úsuga, der Chef der brutalsten Drogenschmuggelbande des Landes, geortet werden sollte. Die USA haben auf seine Festnahme ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar (4,6 Millionen Euro) ausgesetzt. Die US-Drogenbehörde DEA unterstützt Kolumbien bei der Suche nach ihm.

In der Gegend sind neben dem Úsuga-Clan auch Rebellen der linksgerichteten Farc aktiv. Zwei weitere Uniformierte erlitten den Angaben zufolge bei dem Absturz lebensgefährliche Verletzungen und befanden sich in Behandlung.

Erst vergangene Woche waren bei einem Flugzeugabsturz an der Karibikküste Kolumbiens elf Mitarbeiter der Luftwaffe ums Leben gekommen. Mit der Farc verhandelt die kolumbianische Regierung seit 2012 über ein Friedensabkommen, um den seit 50 Jahren währenden Konflikt zu beenden. Die Farc ist die letzte grössere linksgerichtete Rebellengruppe, die es in der westlichen Hemisphäre noch gibt.

SDA/dia

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