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Polizei fasst Rohrbomber von Düsseldorf

16 Jahre nach der Tat hat ein deutsches Spezialeinsatzkommando einen 50-jährigen Rechtsextremen festgenommen. Er soll im Jahr 2000 eine Bombe gelegt und zehn Menschen schwer verletzt haben.

Die Opfer waren Ausländer: Eine Frau kniet an der S-Bahn-Station Düsseldorf-Wehrhahn neben Blumen, Kerzen und Briefen, die an die Opfer des Bombenattentats erinnern (30. Juli 2000).
Die Opfer waren Ausländer: Eine Frau kniet an der S-Bahn-Station Düsseldorf-Wehrhahn neben Blumen, Kerzen und Briefen, die an die Opfer des Bombenattentats erinnern (30. Juli 2000).
Georg Hilgemann, Keystone

Im Juli 2000 explodierte in einer S-Bahn-Station der westdeutschen Stadt Düsseldorf eine Rohrbombe, zehn Menschen wurden damals zum Teil schwer verletzt. Die Opfer waren Ausländer, sechs von ihnen Juden. Eine Frau hatte während einer anschliessenden Notoperation ihr ungeborenes Kind verloren. Jetzt – 16 Jahre nach der Tat – hat die deutsche Polizei den mutmasslichen Täter gefasst.

Der 50-jährige Ralf S. soll nach Informationen von «SPIEGEL Online» ein ausländerfeindliches Motiv gehabt haben. Bei dem mutmasslichen Täter handle es sich laut Staatsanwaltschaft um einen rechtsextremen Waffennarren, der schon damals im Visier der Fahnder gestanden habe.

Plastiksack mit TNT

Nachdem die Ermittler den Tatverdächtigen nun zwei Jahre beobachtet haben und neuen Indizien nachgegangen sind, gehen sie davon aus, dass er es war, der am 27. Juli 2000 einen Plastiksack an ein Geländer des S-Bahnhofs Wehrhahn hängte. In dem Sack befand sich eine mit TNT gefüllte Rohrbombe, die später am Nachmittag detonierte.

Verletzt wurden damals sieben Frauen und drei Männer, alle Opfer waren Schüler einer nahe gelegenen Sprachenschule. Sechs Opfer waren jüdische Zuwanderer aus der früheren Sowjetunion, vier waren Russlanddeutsche.

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