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Piraten töten Kapitän und entführen Matrosen

Im Hafen der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Gabun sind vier Schiffe überfallen worden.

Die Piraterie kostet die Weltwirtschaft Milliarden Dollar: Ein nigerianisches Regierungsschiff im Einsatz. (Archivbild)
Die Piraterie kostet die Weltwirtschaft Milliarden Dollar: Ein nigerianisches Regierungsschiff im Einsatz. (Archivbild)
Reuters

Piraten haben in der Nacht zum Sonntag nach Angaben der Regierung Gabuns vier Schiffe im Hafen der Hauptstadt Libreville überfallen. Ein Kapitän sei getötet worden, vier chinesische Matrosen seien verschleppt worden, teilte ein Sprecher der Regierung des westafrikanischen Landes mit.

Der getötete Kapitän stammte demnach aus Gabun. Die Verteidigungs- und Sicherheitskräfte des westafrikanischen Landes seien im Einsatz, «um das Gebiet zu sichern und die Täter in Zusammenarbeit mit Interpol und subregionalen Behörden aufzuspüren», sagte der Sprecher weiter.

Gefährliche Route

Bei zwei der überfallenen Schiffe handelte es sich um Fischereiboote der Sigapeche, einer chinesisch-gabunischen Firma. Diese beschäftigt auch die vier entführten chinesischen Seeleute. Das dritte Schiff gehört dem Seetransportunternehmen Satram mit Sitz in Gabun, während das vierte als Frachtschiff unter panamaischer Flagge fährt.

Die Seerouten vor der westafrikanischen Küste zählen zu den gefährlichsten der Welt. Im Golf von Guinea häuften sich in der Vergangenheit Angriffe auf Schiffe, in Häfen sind sie allerdings sehr selten.

Von Januar bis September ereigneten sich 82 Prozent der weltweiten Entführungen auf See im Golf von Guinea, wie das International Maritime Bureau, eine Abteilung der Internationalen Handelskammer, bekannt gab. Unter anderem plünderten Piraten Schiffsladungen und forderten Lösegeld für entführte Besatzungsmitglieder.

Piraterie kostet Milliarden

Die Entwicklung beeinträchtigt die internationalen Schiffsrouten in der Region, in der mit Angola und Nigeria zwei der grössten afrikanischen Erdölproduzenten liegen. Sie kostet die Weltwirtschaft Milliarden Dollar.

Im vergangenen Monat wurden zwei Philippiner, ein Grieche und ein Georgier vor der togolesischen Hauptstadt Lomé sowie neun philippinische Seeleute vor Cotonou, der Wirtschaftshauptstadt Benins, entführt.

SDA/chk

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