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Piraten fordern Lösegeld

Die Piraten, die vor Somalia einen ukrainischen Frachter mit Panzern an Bord entführt haben, verlangen nach Angaben eines Besatzungsmitglieds Lösegeld.

Das Schiff liege vor der somalischen Stadt Hobyo vor Anker, zitierte die russische Nachrichtenwebsite Life.ru am Samstag einen Mann, bei dem es sich nach eigenen Angaben um den ranghöchsten Mitarbeiter des Kapitäns handelt.

Die Piraten wollten mit den Schiffseignern über Geld sprechen, zitierte die Website aus einem Telefonat mit dem Mann. Unklar sei, wie viel Lösegeld die Piraten forderten. Er spreche von der Schiffsbrücke, die anderen 34 Mann an Bord würden in einem einzigen Raum festgehalten. Niemand sei verletzt.

Russland auf Piratenjagd

Der Frachter hat laut dem ukrainischen Verteidigungsminister 33 russische T-72-Panzer und eine grössere Menge Munition geladen. Unter den Besatzungsmitgliedern sind Russen und Ukrainer. Nach der Entführung des Schiffs entsandte Russland ein Kriegsschiff ans Horn von Afrika. Auch US-Kriegsschiffe sind in der Meeresgegend unterwegs.

In diesem Jahr hat es laut der Internationalen Seefahrtsbehörde (IMB) bereits über 60 Piratenangriffe vor Somalia gegeben, die meisten im Golf von Aden, der das Rote Meer mit dem Indischen Ozean verbindet. Derzeit halten Piraten dort 14 Schiffe mit über 300 Besatzungsmitgliedern in ihrer Gewalt. Der Golf von Aden ist eine der meistbefahrenen Schifffahrtstrassen der Welt - jährlich benutzen rund 20.000 Schiffe die Passage.

AP/mbr

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