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Opfer des Fluges Rio–Paris sind identifiziert

Knapp zwei Jahre nach dem Absturz einer Air-France-Maschine haben die Behörden die Identität der Leichen festgestellt, die aus dem Atlantik geborgen wurden. Nur bei einem Toten herrscht Ungewissheit.

Drei Minuten dauerte der Absturz des Flugs AF447: Der geborgene Heckflügel des Airbus bei der Verladung.
Drei Minuten dauerte der Absturz des Flugs AF447: Der geborgene Heckflügel des Airbus bei der Verladung.
Keystone
Lange wurde vergeblich nach ihnen gesucht: Eine der zwei Blackboxen des verunglückten Air-France-Flugs 447 bei der Untersuchungsbehörde BEA in Le Bourget bei Paris.
Lange wurde vergeblich nach ihnen gesucht: Eine der zwei Blackboxen des verunglückten Air-France-Flugs 447 bei der Untersuchungsbehörde BEA in Le Bourget bei Paris.
Emma Foster, Keystone
Rettungskräfte zogen am 8. Juni 2009 einen Teil des Heckflügels der Air-France-Maschine aus dem Wasser.
Rettungskräfte zogen am 8. Juni 2009 einen Teil des Heckflügels der Air-France-Maschine aus dem Wasser.
Keystone
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Fast alle der über hundert Leichen, die knapp zwei Jahre nach dem Absturz einer Air-France-Maschine im Frühjahr aus dem Atlantik geborgen worden waren, konnten noch identifiziert werden. Lediglich einer der getöteten Flugzeuginsassen sei nicht zu identifizieren gewesen.

Das sagte der Vorsitzende der französischen Vereinigung der Angehörigen, Robert Soulas, am Montag in Paris. Insgesamt hatte ein Roboter im Frühjahr 104 Leichen aus dem Wrack des Airbus in fast 4000 Metern Tiefe geborgen.

Alle 228 Insassen des Fluges 447 waren am 1. Juni 2009 ums Leben gekommen, als die Maschine auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris im Atlantik abstürzte. 50 Leichen waren bereits direkt nach dem Unglück aus dem Wasser geborgen worden. 103 Tote hatte ein Bergungsschiff im Frühjahr an die Oberfläche geholt, das mit Hilfe eines Tauchroboters auch den Flugschreiber barg.

Besonders Entstellte bleiben auf dem Meeresgrund

Die besonders entstellten Toten blieben auf dem Grunde des Atlantiks. Soulas kündigte an, dass die Hinterbliebenen keine weiteren Kommentare zur Identifizierung der Opfer abgeben wollten. Die französische Flugaufsichtsbehörde hatte in ihrem dritten Untersuchungsbericht Ende Juli eine Reihe von Pilotenfehlern für den Absturz verantwortlich gemacht.

Die Mannschaft im Cockpit reagierte offenbar nicht richtig auf Probleme mit der Geschwindigkeitsmessung. Die Angehörigen kritisierten den Bericht scharf, der sich einseitig auf die toten Piloten konzentriere und Softwarefehler ausser Acht lasse.

SDA/miw

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