Notrufknopf in Schweizer Spitälern fiel aus

Zusätzliches Personal, Babyphones und Glocken: Nach Silvester legte eine Systempanne die Alarmknöpfe in mehreren Spitälern lahm.

An den meisten Orten konnte die Panne bereits wieder behoben werden. (Archiv)

An den meisten Orten konnte die Panne bereits wieder behoben werden. (Archiv)

(Bild: Keystone Steffen Schmidt)

Mehrere Schweizer Spitäler hatten im neuen Jahr mit einer Systempanne zu kämpfen. Der wichtige Notrufknopf, der ans Bett angeschlossen ist, sendete kein Signal. Wie das Onlineportal «Watson» berichtet, waren davon die Universitätsspitäler Zürich und Basel sowie das Inselspital Bern, das Luzerner Kantonsspital, das Kantonsspital Aarau, das Zuger Kantonsspital und vereinzelte Abteilungen anderer medizinischer Einrichtungen betroffen.

Schuld daran war ein Softwarefehler, der laut der Zeitung exakt eine Minute nach Mitternacht am 1. Januar auftauchte. An den meisten Orten konnte die Panne bereits wieder behoben werden. Nicht jedes Spital hatte mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Mal fiel das ganze System aus, ein anderes Mal funktionierte lediglich das Ton- oder Leuchtsystem nicht.

Letzteres war am Universitätsspital Zürich der Fall. «Um Mitternacht kam es zu einem teilweisen Ausfall der Monitore der Patientenruf-Anlage», informiert Katrin Hürlimann, Mediensprecherin des USZ. Grund sei ein durch den Jahreswechsel aufgetretener Softwarefehler gewesen. Ein Update habe das Problem in den letzten beiden Tagen lösen können.

Babyphone und Glocken

Um die Sicherheit der Patienten trotzdem sicherstellen zu können, setzten einige Spitäler auf zusätzliches Personal. Mitarbeitende patrouillierten in den Gängen und in einigen Zimmern wurden die Türen offengelassen, um die Rufe der Patienten hören zu können.

Wie «Watson» schreibt, wurden im Kantonsspital Luzern sogar Babyphone eingesetzt. In Solothurn wurden Glocken an die Patienten verteilt. Wie die Spitäler mitteilen, kam es trotz der schwierigen Situation zu keinen besonderen Zwischenfällen. Zurzeit läuft eine detaillierte Untersuchung, um derartige Vorfälle in Zukunft vermeiden zu können.

Übernommen von «20 Minuten», bearbeitet von baz.ch/Newsnet.

TA

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