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New York ordnet wegen neuem Sturm Evakuierungen an – Flüge gestrichen

Kaum ist Sandy weitergezogen, bedroht der nächste Sturm die US-Ostküste. American Airlines und die Swiss kündigten an, für morgen geplante Flüge von Kloten aus zu streichen.

Kaum ist Sandy weitergezogen, werden für New York weitere Evakuierungen angeordnet: Aufräumarbeiten an der US-Ostküste. (6. November 2012)
Kaum ist Sandy weitergezogen, werden für New York weitere Evakuierungen angeordnet: Aufräumarbeiten an der US-Ostküste. (6. November 2012)
AFP

York New York kommt nicht zur Ruhe: Wegen eines weiteren herannahenden Sturms werden in der von Sandy schwer getroffenen Metropole mehrere Stadtteile evakuiert. Zudem werden Flüge von und nach New York gestrichen. Schweizer Flüge sind auch betroffen.

Für Mittwoch und Donnerstag wurden Regen, starker Wind sowie möglicherweise Schnee vorausgesagt. Meteorologen zufolge soll es bitterkalt werden. Das ist besonders dramatisch, da eine Woche nach dem Sturm Sandy vielerorts immer noch viele Menschen ohne Strom sind.

Die Fluglinie United Airlines kündigte an, zwischen Mittwoch Mittag und Donnerstag Mittag (jeweils 18 Uhr in der Schweiz) die Mehrzahl der Flüge von und nach New York wegen des Sturms zu annullieren. Genauere Angaben zur Anzahl der betroffenen Flüge in den drei New Yorker Flughäfen JF Kennedy, LaGuardia und Newark wurden nicht gemacht.

Der Flug der Swiss von Mittwoch ab Genf wurde ebenfalls gestrichen, ebenso der für Donnerstag geplante Rückflug, wie ein Sprecher des Flughafens Genf auf Anfrage mitteilte. Im Flughafen Kloten konnte der Flug der United Airlines nach New York durchgeführt werden, die anderen drei für den Mittwoch vorgesehenen Flüge – zwei der Swiss und einer der American Airlines – mussten laut dem Pressedienst annuliert werden.

«Nicht schon wieder»

Der neue Sturm soll nach Angaben der Wetterexperten deutlich schwächer sein als Sandy. Dennoch sollten einige am Wasser gelegene Stadtteile in den New Yorker Bezirken Queens und Staten Island vorsichtshalber geräumt werden, wie Bürgermeister Michael Bloomberg am Dienstag an einer Pressekonferenz sagte. Es handle sich aber nicht um eine allgemeine Evakuierung.

In der ebenfalls schon von Sandy heimgesuchten Stadt Brick Township im Bundesstaat New Jersey mussten zahlreiche Bewohner ihre Häuser verlassen. Das galt besonders für tieferliegende Gebiete. Wie viele der insgesamt rund 75'000 Einwohner betroffen sind, war zunächst nicht bekannt.

«Oh nein, nicht schon wieder», schrieb die «New York Times» in ihrer Internetausgabe. «Was sollen wir noch alles verlieren», sagte die 17-jährige Alyssa Carpuso der Zeitung und blickte dabei auf einen Müllcontainer vor ihrem Haus. Sandy hatte bereits das Wohnzimmer zerstört und Autos der Familie davongespült.

Auch eine Woche nach dem Monstersturm waren in den betroffenen Gebieten noch immer hunderttausende Menschen ohne Elektrizität oder fliessendes Wasser. Das gilt auch für Teile der Stadt New York, besonders in der Bronx und in Queens haben viele Haushalte weiterhin keine Elektrizität. Auch Benzin war weiter knapp.

Laut dem Nachrichtensender CNN starben allein in den USA bei dem Sturm Sandy 110 Menschen, davon 47 in New York. Zuvor hatte Sandy in der Karibik bereits 67 Menschen in den Tod gerissen.

SDA/chk

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