Nach langem Hickhack: Gotthard-Raser sitzt im Gefängnis

Der Deutsche Christian R. hätte seine Haftstrafe im Juni antreten müssen. Freiwillig liess er sich jedoch nicht dazu bewegen.

Konnte erst durch eine Polizeisperre vor dem Ceneri-Tunnel gestoppt werden: Christian R. raste mit 200 km/h durch den Gotthard-Tunnel. (Archivbild) Bild: Urs Flüeler/Keystone

Konnte erst durch eine Polizeisperre vor dem Ceneri-Tunnel gestoppt werden: Christian R. raste mit 200 km/h durch den Gotthard-Tunnel. (Archivbild) Bild: Urs Flüeler/Keystone

Gut vier Jahre nach seiner gefährlichen Fahrt durch den Gotthard-Tunnel sitzt ein deutscher Raser seit Dienstag im Gefängnis. Zuvor wurde vergebens versucht, den Mann zum freiwilligen Haftantritt zu bewegen.

Er sei am Morgen an seinem Wohnort im Kreis Ludwigsburg von Polizisten abgeholt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit. Der 44-Jährige hatte sich zuletzt selbst für krank erklärt und war mehreren Aufforderungen, sich bei den Behörden zur Untersuchung zu melden, nicht nachgekommen.

12 Monate unbedingt

Der Mann hatte im Jahr 2014 mehrmals mit viel zu hoher Geschwindigkeit im Gotthard-Tunnel überholt. Teils mit Tempo 200 lieferte er sich eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei.

Ein Gericht in Lugano verurteilte ihn deshalb in Abwesenheit zu einer Freiheitsstrafe von dreissig Monaten – zwölf Monate davon waren unbedingt zu verbüssen. Das Oberlandesgericht Stuttgart entschied im diesem Frühling, dass der Mann seine Haftstrafe in Deutschland absitzen muss. Eigentlich hätte er bereits seit Anfang Juni im Gefängnis sitzen müssen.

oli/sda

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