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Moskauer Behörden untersuchen Weiche

Nach dem schweren U-Bahn-Unglück in Moskau ist die Zahl der Toten auf 22 gestiegen. Möglicherweise führten unsorgfältige Arbeiten in der Nacht zuvor zum Versagen einer Weiche. Zwei Personen befinden sich in Haft.

Mindestens 20 Personen verloren in Moskau ihr Leben: Rettungsmannschaften kämpfen sich durch die U-Bahn-Trümmer. (15. Juli 2014)
Mindestens 20 Personen verloren in Moskau ihr Leben: Rettungsmannschaften kämpfen sich durch die U-Bahn-Trümmer. (15. Juli 2014)
Keystone
Die entgleisten Waggons blockieren den ganzen Tunnel. (15. Juli 2014)
Die entgleisten Waggons blockieren den ganzen Tunnel. (15. Juli 2014)
Keystone
Viele Reisende erlitten Prellungen und Blutergüsse. (15. Juli 2014)
Viele Reisende erlitten Prellungen und Blutergüsse. (15. Juli 2014)
Mikhail Japaridze, AFP
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Nach dem schwersten Zugunglück in der Geschichte der Moskauer Metro ist die Zahl der Toten auf 22 gestiegen. Ein weiterer Passagier starb an seinen Verletzungen, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf Behörden meldet.

Die Behörden haben inzwischen zwei Angestellte der Verkehrsbetriebe festgenommen. Wie die Ermittler mitteilten, handelt es sich dabei um den Abteilungsleiter für die Bahnstrecken und seinen Stellvertreter. Am Unglücksort sei eine neue Weiche bei Reparaturarbeiten im Mai nicht ordnungsgemäss installiert worden, hiess es weiter.

«Wir waren drinnen gefangen»

Bei dem Unfall im Berufsverkehr kamen 22 Menschen ums Leben. Die Wagen waren bei Tempo 70 mitten im Berufsverkehr entgleist. Über soziale Netzwerke wurden Fotos veröffentlicht, auf denen zu sehen war, wie Fahrgäste entlang der Schienen durch den schwach beleuchteten Tunnel gingen.

Ein Mann sagte dem Fernsehsender Rossija 24, der Zug sei abrupt zum Stehen gekommen. «Da war Rauch und wir waren drinnen gefangen», sagte er. «Es ist ein Wunder, das wir raus gekommen sind. Ich dachte, das ist das Ende.» Mehr als 1100 Menschen mussten aus dem zerstörten Zug geborgen werden, der zwischen zwei Stationen im Westen der Metropole feststeckte. Die Rettungsaktion dauerte mehr als zwölf Stunden.

Wegen des Unglücks setzte die Metro auch heute Ersatzbusse ein. In der russischen Hauptstadt begann ein «Tag der Trauer». Es war das schwerste Unglück in der fast 80-jährigen Geschichte der Metro.

sda/AFP/mw

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