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Mörder von deutscher Kriegsfotografin zum Tode verurteilt

Ein ehemaliger Polizist hatte im April in Afghanistan die deutsche Fotojournalistin Anja Niedringhaus erschossen und eine Reporterin verletzt. Nun soll er dafür hingerichtet werden.

Sie starb, ihre Kollegin wurde schwer verletzt: Die getötete deutsche Fotografin Anja Niedringhaus. (Archivbild: AP Photo)
Sie starb, ihre Kollegin wurde schwer verletzt: Die getötete deutsche Fotografin Anja Niedringhaus. (Archivbild: AP Photo)

Ein Gericht in Kabul hat den Mörder der deutschen Fotografin Anja Niedringhaus zum Tode verurteilt. Der ehemalige Polizist hatte die 48 Jahre alte, preisgekrönte Fotojournalistin der Nachrichtenagentur Associated Press am 4. April auf einem Polizeigelände in der Stadt Chost im Südwesten des Landes erschossen. Zudem verletzte er die AP-Reporterin Kathy Gannon schwer, die mit Niedringhaus über die Wahlen in Afghanistan berichtet hatte.

Laut der Mitteilung des Gerichts vom Mittwoch befanden sechs Richter den einstigen Kommandeur Nakibullah des Mordes und des Hochverrats für schuldig. Der zweistündigen Verhandlung am Dienstag waren dreimonatige Ermittlungen vorangegangen.

Jede Hinrichtung muss vom afghanischen Präsidenten schriftlich genehmigt werden. Zudem hat der Angeklagte 15 Tage Zeit, bei einem anderen Gericht Einspruch einzulegen und schliesslich bis vor den Obersten Gerichtshof des Landes zu ziehen.

Die Hintergründe der tödlichen Schüsse sind bis heute unklar. Zeugen und Ermittler gehen nicht davon aus, dass die Tat geplant war. Nakibullah hatte mit einem Gewehr in das Auto der beiden Journalistinnen gefeuert und dabei «Allahu Akbar» («Allah ist gross») gerufen. Er selbst schweigt zu seinen Motiven.

AP/thu

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