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Mörder vereiteln Aussage gegen Entführer

Der Brite Malik Iqbal reiste nochmals nach Pakistan, um gegen seine einstigen Entführer auszusagen. Er wurde getötet.

Er wollte seine Peiniger ins Gefängnis bringen. Dafür revidierte der Brite Malik Iqbal seine Haltung. Nie wieder werde er nach Pakistan reisen, auch rate er Ausländern davon ab, hatte der vierfache Familienvater aus dem nordenglischen Bradford im vergangenen Jahr gesagt – unmittelbar nachdem er 20 Tage in der Gewalt von Kidnappern verbracht hatte. Gegen Zahlung eines Lösegeldes war er schliesslich wieder freigekommen.

Ende August flog der 55-Jährige dann doch noch einmal nach Islamabad, schliesslich sollte bald darauf die Verhandlung gegen die mutmasslichen Entführer beginnen. Iqbal empfand seine anstehende Aussage als massgeblich, um sie hinter Gitter zu bekommen. Doch die Gelegenheit, vor Gericht über die Entführung zu berichten, bekam er nicht mehr. Am Freitag wurde Malik Iqbal in der pakistanischen Garnisonsstadt Rawalpindi erschossen. Maskierte Männer stürmten das Haus, in dem sich Iqbal bei Verwandten aufhielt, und richteten ihn regelrecht hin.

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