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Mit Fäusten gegen ein neues Budget

Über drei Stunden lagen sich die Parlamentsabgeordneten von Algerien in den Haaren. Sie stritten sich um ein neues Haushaltsgesetz.

Für ein «soziales und demokratisches Algerien»: Parlamentarier kämpfen mit allen Mitteln für ihre Meinung. (30. November 2015)
Für ein «soziales und demokratisches Algerien»: Parlamentarier kämpfen mit allen Mitteln für ihre Meinung. (30. November 2015)
Ramzi Boudina, Reuters

Ein Streit über ein neues Haushaltsgesetz ist im algerischen Parlament in Prügeleien unter Abgeordneten ausgeartet. Über drei Stunden hinweg gerieten sich oppositionelle Sozialisten, Umweltschützer und Islamisten am Montag im Plenum in die Haare, beschimpften einander und hielten Transparente mit den Parolen «Soziales und Demokratisches Algerien» und «Nein zur Austerität» in die Höhe. Streckenweise besetzten Protestler sogar den Stuhl des Parlamentspräsidenten.

Stein des Anstosses ist ein Gesetzesentwurf, der unter anderem eine Anhebung der Abgaben auf Strom, Diesel und Internetnutzung vorsieht. Damit will die Regierung die Staatseinnahmen erhöhen, um den Sinkflug beim Ölpreis aufzufangen. Öl ist ein Schlüssel-Exportgut Algeriens. Im vergangenen Jahr waren Devisenreserven in dem nordafrikanischen Land von 194 Milliarden auf 159 Milliarden Dollar zurückgegangen.

AP/chk

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