Mindestens 20 Tote nach Ausschreitungen in Bangladesh

Ein Brand in einem Industriegebiet in Bangladesh hat Dutzende Menschenleben gefordert. Bis zu 100 Personen wurden verletzt. Ursache war möglicherweise ein Strassenkampf zwischen Arbeitern und der Polizei.

Unruhen in Bangladesch: Arbeiter demonstrieren für mehr Löhne.

Unruhen in Bangladesch: Arbeiter demonstrieren für mehr Löhne.

(Bild: Keystone)

In Bangladesh ist am Dienstag in einer Textilfabrik nahe der Hauptstadt Dhaka ein Feuer ausgebrochen. Der Fernsehsender Diganta berichtete über mindestens 20 Tote und 100 Verletzte. Laut ATN News wurden mindestens elf Leichen von den Rettungskräften geborgen. Die Feuerwehr bestätigte den Brand des zehnstöckigen Gebäudes in einem Industriegebiet am Stadtrand. Angaben zu möglichen Todesopfern wurden nicht gemacht. Der Beamte sagte jedoch, dass die Rettungskräfte viele Tote befürchteten.

Am Sonntag hatte es im Südosten von Bangladesh bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Textilarbeitern und Sicherheitskräften wegen ausstehender Lohnerhöhungen einem Medienbericht zufolge drei Tote gegeben. Die Polizei berichtete indes von einem Toten und 100 Verletzten. Die Arbeiter forderten die Einführung eines neuen Gehaltsplans, der im Juli von der bangladeschischen Regierung angekündigt worden war. Dieser sah im November eine weitere Anhebung des Mindestlohns vor. Viele Fabriken haben die Regelung laut Belegschaften bislang aber noch nicht umgesetzt. Die Regierung hatte 2006 erstmals den Monatslohn um 1662 Taka (rund 27 Franken) auf 3000 Taka (rund 44 Franken) erhöht.

miw/dapd

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