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Meeresbiologin glaubt, Wal habe sie vor Hai geschützt

Die Meeresbiologin Nan Hauser vermutet, dass sie ein Buckelwal vor einem Tigerhai abgeschirmt hat. In einem Video ist die angespannte zehnminütige Begegnung festgehalten.

Ein Buckelwal hat eine Meeresbiologin nach deren Angaben im Südpazifik vor einem Tigerhai beschützt. Die Präsidentin des Zentrums für Walforschung und -schutz, Nan Hauser, sagte, sie habe Videoaufnahmen ihrer Begegnung mit dem Wal vom Oktober am Montag hochgeladen, die sich schnell über soziale Medien verbreiteten.

Sie berichtete der Zeitung «Portland Press Herald» im US-Staat Maine, sie sei in den Cook Islands gewesen, als der 25 Tonnen schwere Buckelwal sich ihr genähert habe. Bei der angespannten zehnminütigen Begegnung mit dem Wal bemerkte Hauser dem Bericht zufolge den Hai nicht. Das Säugetier habe Hauser angestupst und sie auch mit einer Flosse abgeschirmt.

«Selbstlose» Tiere

Hauser sagte, Wale seien selbstlos und versteckten häufig Robben vor Raubtieren. Sie habe aber noch nie davon gehört, dass sie Menschen beschützten. Nachdem sie zurück zu ihrem Boot geschwommen sei, sei der Wal in der Nähe an der Wasseroberfläche aufgetaucht, so als ob er nach ihr habe sehen wollen. Zwar glaubt Hauser, dass der Wal sie beschützt hat, doch räumt sie ein, dass sie nicht wissen könne, was sich der Wal gedacht habe. In dem Video teilt Hauser ihrem mutmasslichen Beschützerwal mit: «Ich liebe dich!»

Der Meeresbiologe James Sulikowski von der University of New England sagte, er sei nicht davon überzeugt, dass der Wal Hauser das Leben gerettet habe. «Der Hai könnte sich einfach nur herumgetrieben haben», sagte Sulikowski, der sich mit Tigerhaien befasst hat. «Es gibt wirklich keine Möglichkeit, um die Motivation des Wals zu kennen.»

dapd

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