Martigny erbt 20 Millionen Franken von reicher Frau

Weil es keine direkten Erben gibt, geht der Nachlass einer verstorbenen Einwohnerin an die Stadt im Unterwallis.

Das Geld wird zu je einem Drittel für den Schuldenabbau der Stadt Martigny verwendet. (Reuters Archiv/Denis Balibouse)

Das Geld wird zu je einem Drittel für den Schuldenabbau der Stadt Martigny verwendet. (Reuters Archiv/Denis Balibouse)

Unerwarteter Geldsegen für Martigny: Die Stadt im Unterwallis erbt von einer wohlhabenden, 2015 verstorbenen Einwohnerin 20 Millionen Franken. Die Summe entspricht etwa 15 Prozent des Jahresertrags der Gemeinde.

«Weil es keine direkten Erben gab, ist dies der Teil, der uns gesetzlich durch die Erbfolge zusteht», sagte die Stadtpräsidentin von Martigny, Anne-Laure Couchepin Vouilloz dem Lokalradio Rhône FM. Die Verzögerung zwischen dem Tod und der Bestätigung des Betrags an die Stadt sei auf Rechtsfragen zurückzuführen, sagte Couchepin Vouilloz. Noch sei nicht alles geklärt.

Gemeinde hält Identität geheim

Das Geld wird zu je einem Drittel für den Schuldenabbau der Stadt, die Entwicklung des Gebietes zwischen der Autobahnabfahrt Martigny-Expo und dem Barryland-Museum und den interkommunalen Ausgleichsfonds verwendet. Da es sich um eine gesetzliche Erbfolge handelt, wurden von der Verstorbenen keine besonderen Anforderungen gestellt.

Die verstorbene Frau, deren Identität die Gemeinde geheim hält, hatte gute Kontakte zum Mäzen Léonard Gianadda. Sie hatte sich finanziell an der Entstehung des Tepidariums beteiligt, einer archäologischen Stätte mit Überresten einer römischen Therme in unmittelbarer Nähe der Fondation Gianadda.

sep/sda

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