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Mann richtet mit Maschinenpistole Blutbad an

Ein Amokläufer hat in der slowakischen Hauptstadt Bratislava sieben Menschen erschossen und sich danach eine wilde Schiesserei mit der Polizei geliefert. Dabei wurden 14 Menschen verletzt.

Der Täter hat sich erschossen: Der Amokläufer soll erst 15 Jahre alt sein.
Der Täter hat sich erschossen: Der Amokläufer soll erst 15 Jahre alt sein.
Keystone

Der etwa 50-jährige Mann habe im Stadtteil Devinska Nova Ves im Nordwesten Bratislavas in einem Haus zunächst fünf Menschen getötet, erklärte die Polizei. Auf dem Weg nach draussen tötete er in einem Flur einen weiteren.

Auch auf der Strasse schoss er auf der Flucht vor der Polizei wild um sich. Durch ein Fenster traf eine Kugel eine 52-jährige Frau, ihre Leiche wurde am Abend von den Behörden gefunden.

Die Polizei rückte zu einem Grosseinsatz aus und riegelte das Viertel ab. Über Lautsprecher wurden die Menschen aufgefordert, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und sich von den Fenstern fern zu halten.

Als der mit einer Maschinenpistole sowie zwei weiteren Schusswaffen bewaffnete Täter von Polizisten umzingelt gewesen sei, habe er Selbstmord begangen, berichtete Polizeichef Jaroslav Spisiak. «Die ersten Polizisten kamen an, als der Täter das Haus verliess. Der Mann rannte einige Meter und schoss auf alles, was sich bewegte.»

Motiv noch ungeklärt

Die Opfer - vier Frauen und zwei Männer - gehörten wahrscheinlich zu einer Familie, sagte Spisiak vor den Medien. Nach Angaben des tschechischen Fernsehens sind sie Roma. Der Täter selbst sei nicht mit den Opfern verwandt. Seine Motive und seine Identität würden noch ermittelt.

Nach Angaben des slowakischen Innenministers Daniel Lipsic sind noch neun Menschen im Spital, darunter ein dreijähriges Kind. Ein Verletzter schwebte am Montagnachmittag noch in Lebensgefahr.

Auch einen Polizisten traf ein Kugel des Täters im Kopf, sein Zustand sei aber stabil. «Unsere Gebete sind mit den Opfern und ihren Familien», sagte der Politiker.

Da die Polizei zunächst keine weiteren Einzelheiten bekanntgab, war der Hergang des Blutbades in der slowakischen Hauptstadt unklar. Berichte, nach denen der Täter ein 15-jähriger Drogenabhängiger sei, erwiesen sich später als falsch.

dapd/bru

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